Horst Seehofer hat seiner Partei geraten, die AfD ernst zu nehmen. Eine Zusammenarbeit schließt er aber aus. Gleichzeitig rügt er die FDP und die Opposition.
Unionsfraktionschefs fordern eine deutliche Abgrenzung zu der Anti-Euro-Partei. Die Parteiführung hält diesen Weg für unsinnig, reagiert aber dennoch auf die Forderung.
Ein Fünftel mehr Geld für die Beschäftigung von Mitarbeitern wollten Bayerns Parlamentarier sich gönnen. Daraus wird nichts, denn die Fraktionen fürchten neuen Ärger.
Ein neues Gesetz, mehr Transparenz und die Rückzahlung öffentlicher Gelder – mit diesen Maßnahmen will Horst Seehofer die Job-Affäre bayerischer Abgeordneter beenden.
CSU-Chef Seehofer lässt sich von seiner Partei zum Spitzenkandidaten nominieren. Doch so richtig gute Stimmung mag auf dem Parteitag nicht aufkommen. Von G. Etscheit
Es sollte ein großer Tag für Seehofer werden: die Kür zum CSU-Spitzenkandidaten. Dann kam die Job-Affäre dazwischen und zwang Seehofer in die Offensive.
Die Opposition fordert Rücktritte, Wissenschaftler sehen einen irreparablen Schaden für die CSU: Die Job-Affäre bayerischer Abgeordneter belastet die Partei und Seehofer.
Mehr als 30 bayerische Landtagsabgeordnete haben ihren Angehörigen Jobs verschafft. Betroffen sind fast alle Fraktionen und sechs Mitglieder der Regierung Seehofer.
Während sich Gabriel für die Abschaffung der strafbefreienden Selbstanzeige ausspricht, will die CSU sie nur begrenzen. Kolbe von der CDU plädiert für eine Ausweitung.
Die frühere bayerische Sozialministerin Christa Stewens folgt dem zurückgetretenen Fraktionschef Schmid. Problematische Anstellungsverhältnisse lösten den Wechsel aus.
Er tat entsetzt und überrascht, wusste aber seit vielen Wochen Bescheid: Bayerns Ministerpräsident Seehofer war seit Januar über die Ermittlungen gegen Hoeneß informiert.
Der bayerische CSU-Fraktionsvorsitzende hatte seine Frau als gut bezahlte Mitarbeiterin beschäftigt. Wegen der zunehmenden Kritik hat Georg Schmid sein Amt abgegeben.
Die Statistik zeigt: Bayern fahndet seltener nach Steuersündern als andere Länder. Paktiert die Landesregierung mit den Reichen? Von Christina Kyriasoglou
Sie haben ihre Drohung wahr gemacht: Bayern und Hessen haben in Karlsruhe Klage gegen den Länderfinanzausgleich eingereicht. Dies sei ein "Akt politischer Notwehr".