09.10.1981,
DIE ZEIT
Über Cy Twombly sinnieren die Poeten unter den Schreibenden besonders gern. Für Heiner Bastian zum Beispiel, den zarten Freund und Interpreten von Hockney, gern, und Beuys, sind die selbstversunkenen Kalligraphien und entrückten Chiffren, die Twombly teils sparsam, teils repetitiv füllend auf Leinwände und Blätter setzt, der Anlaß zu langen, rhapsodischen Transkriptionen, die sich dann, Praxiteles und Pound beschwörend, so anhören können: „Aber mehr als von jedem Bild bleibt, was die Zeit davon ist: wie etwas Unbestimmbares und vollkommen Durchschaubares zugleich, und ich sage, es ist wie eine Notwendigkeit, die unser Leben weniger labyrinthisch macht, aber es ist auch wie ein Versprechen, das niemand halten wird.