Könnte Bankkunden in anderen EU-Ländern eine Zwangsabgabe wie in Zypern drohen? Nein, sagt EZB-Direktor Asmussen. Kein anderes Land benötige ein solches Programm.
War es ein Diktat der Euro-Gruppe oder der EZB, Kleinanleger für die Rettung eines Landes zu schröpfen? Es liegt nahe, dass sich die Zyprer selbst geschadet haben.
Noch kann das Parlament in Zypern den Rettungsplan stoppen und damit die Beteiligung der Bankkunden. Die reagieren bereits und versuchen ihr Geld abzuziehen.
Zypern soll zehn Milliarden Euro Finanzhilfen erhalten – deutlich weniger als von dem Land gefordert. Voraussetzung: Auch Bankkunden müssen sich an den Kosten beteiligen.
Die Einkommen sind in den USA weit ungleicher verteilt als vor der Krise, zeigen neue Daten. Viele Ökonomen halten das anders als früher für ein Problem. Von Malte Buhse
Die Politik hat in der Euro-Rettung die Gerechtigkeit vernachlässigt, sagt der deutsche EZB-Direktor Jörg Asmussen. Zu viel Ungleichheit gefährde den Wohlstand in Europa.
Zypern steht kurz vor der Staatspleite und bittet Europa um Finanzhilfe. Die deutsche Regierung und Opposition verlangen nun, dass Russland sich beteiligt. Von M. Uken
Wie viele Schulden dürfen Staaten noch machen? Auf dem G-20-Gipfel in Moskau wächst der Widerstand gegen Deutschlands ehrgeizige Sparpolitik. Von Marlies Uken
EZB-Direktoriumsmitglied Asmussen fordert baldige Hilfen für das Land – trotz Zyperns zweifelhaftem Umgang mit Schwarzgeld. Alles andere gefährde erneut die Euro-Zone.
Die Verhandlungen für ein Hilfsprogramm für Zypern verlaufen zu schleppend, meint die Rating-Agentur Standard & Poor's. Deshalb sei das Land nun weniger kreditwürdig.
Regierungschef Monti will vorzeitig hinwerfen, sein Vorgänger Berlusconi versucht ein Comeback. Jetzt sorgen sich viele über die Fortsetzung wirtschaftlicher Reformen.