Lateinamerikas Armut hat Franziskus geprägt. Auf den Antikommunismus der vorherigen Päpste könnte eine neue Phase für die Kirche folgen. Von Wolfgang Thielmann
Die Spannung wich der Euphorie – weltweit bejubelten Menschen die Wahl des neuen Papstes. Bilder zeigen den Weg Jorge Mario Bergoglios in der katholischen Kirche.
Was macht einen guten Hirten aus, wenn das Kirchenvolk die Glaubenslehre stärker hinterfragt und auch den Papst kritisiert? Fragen an Kardinal Walter Brandmüller
Europäische Kardinäle dominieren die Wahl des neuen Papstes, gleichzeitig vertreten sie die kleinste Gruppe von Gläubigen. Dieses Ungleichgewicht ist nicht neu.
Ein letzter Gruß, ein letzter Tweet – die Amtszeit von Benedikt XVI. ist beendet. Im Helikopter entschwebte er dem Vatikan. Zehntausende jubelten ihm zu.
Der Papst-Rücktritt ist ein gewaltiger Tabubruch. Er bringt das sakrale Gebilde Kirche auf das Niveau irdischer Vernunft, sagt der Medienwissenschaftler Jochen Hörisch.
Weißer Rauch für einen schwarzen Hirten – das wäre ein Schock für die Katholische Kirche. Liberaler wäre ein Papst aus Afrika aber nicht automatisch. Von Andrea Böhm
Die Theologin und Kirchenkritikerin Uta Ranke-Heinemann hat einst mit Joseph Ratzinger studiert. Hier beschreibt sie, welche Hoffnungen sie hatte, als er Papst wurde.
Benedikts Abgang passt zu Joseph Ratzinger. Zwei Personen waren Papst; der Schöngeist stritt mit den Realitäten der Macht. Dafür fehlte am Ende die Kraft. Von A. Schwabe
Petrus, der erste römische Bischof, wollte fliehen. Coelestin, der Einsiedler auf dem Papstthron, hat aufgegeben. Eine Geschichte der pontifikalen (Beinah-)Rücktritte
Nach seinem Rücktritt als Papst will Benedikt XVI. im Vatikan bleiben. In einem Kloster des Kirchenstaates wolle er sich einem Leben in Gebet und Meditation widmen.
Der Papst hat mit seinem Rücktritt alle überrascht. Regierungen und Politiker danken Benedikt, ein Weggefährte erklärt sich den Schritt mit Intrigen im Vatikan.