Die Quintessenz seines Werkes „Auf der Suche nach der verlorenen Zeit" faßt Marcel Proust in dem letzten Band „Die wiedergefundene Zeit" zusammen. Dort versucht er wie Beethoven, als er auf dem Dirigentenpult niederkniete, uns mit fast flehentlichem Nachdruck seine Botschaft zu vermitteln: die Bilder der Erinnerung nicht willentlich, das Glück nicht in der direkten sinnlichen Wahrnehmung zu suchen, weil wir doch von all dem und von der Realität überhaupt durch jenen „lisere de contingences", jene „Trennzone aus Zufälligkeiten" abgeschnitten sind. [weiter…]
19.
09.
1986,
DIE ZEIT, Wolfgang von Nostitz