Gleich schlägt es sechs. Die Vorlesung beginnt. Durch das Gewühl der Handwerker, die zum Feierabend ihr Gerät in den Hof schaffen, der Weingärtner, die den frisch gepreßten Saft ihres Saale-Gewächses gegen das Licht halten, der Studenten in schwarzledernen Halbkappen mit Stock und Degen eilt ein 24jähriger Hofmeister, Hauslehrer in adeligem Haus, Magister der Theologie, die wenigen Schritte von seiner Stube in die Wohnung des Mannes, der seit ein paar Wochen das Universitätsdorf Jena zu einer Welthauptstadt des Denkens macht. [weiter…]
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04.
1993,
DIE ZEIT