Polens scheue Nobelpreisträgerin Wislawa Szymborska ist im Alter von 88 Jahren gestorben. Ihr Tod ist ein schwerer Verlust für die polnische Literatur. [weiter…]
Inzwischen ist es fast ein Ritual geworden: Man erinnert sich wohlwollend ihrer Existenz, sobald sie mit Neuem aufwartet, und vergißt sie fast voükommen, sobald ihr Umfang stagniert. [weiter…]
Am 2. April ist es soweit. Da wird der neue Großflughafen Warschau eingeweiht, gebaut von der Firma Hochtief in Essen. Was soll uns das im Feuilleton? Da schreitet der Erzähler Andrzej Szczypiorski („Die schöne Frau Seidenman") ans Rednerpult. [weiter…]
Polen Bücher zu schreiben war in den letzten Jahren ein riskantes Geschäft. Wenn sich in der Zeit der Normalisierungspolitik ä la Jaruzelski Stagnation über das Land breitete, war Polen ein Thema für Hobbyisten. [weiter…]
Für die Polen ist Literatur von weit höherer Bedeutung als für andere Nationen. Dichter und Schriftsteller waren während jener langen Jahre der Teilung die Hüter des nationalen Erbes und der polnischen Identität. [weiter…]
Oft ist Karl Dedecius, der am 10. Mai 1921 als Sohn eines Beamten in Lodz geboren wurde und in einer deutsch stämmigen Familie zweisprachig aufgewachsen ist, nach dem Krieg in sein polnisches Geburtsland heimgekehrt. [weiter…]
Wenn man in diesen Tagen von Ost Berlin nach Warschau reist, kommt man aus dem Staunen nicht heraus: Es ist, als seien die Rollen der Deutschen und Polen auf seltsame Weise vertauscht. [weiter…]
Alle Welt blickt inzwischen auf Polen — die Robert Bosch Stiftung aber hat sich schon seit Jahren dieses Landes angenommen und bilaterale Kulturbeziehungen gegflegt. [weiter…]
Karl Dedecius hat einmal gesagt, der Übersetzer habe die Funktion eines Fährmannes. Übersetzen heißt, so meint er, über setzen hinüber über den trennenden Fluß auf die andere Seite. [weiter…]