Der Freiherr von Donnersberg ist eine Kunstfigur. Doch in der Guttenberg-Satire "Der Minister" ist jeder Name ein Statement, jede Szene ein Spiegel der Berliner Republik.
Bundeswehrsoldaten seien süchtig nach Wertschätzung, sagt Verteidigungsminister Thomas de Maizière. Dabei sind Soldaten durchaus beliebt in der Bevölkerung.
Schavan wird nicht der letzte Plagiatsfall sein. Ein Blick auf die amerikanische Ph.D.-Praxis zeigt, woran das deutsche Promotionswesen krankt. Von Josef Joffe
Die Bildungsministerin ist nicht zu halten. Nicht weil sie in ihrer Doktorarbeit geschummelt hat, sondern weil sie uneinsichtig bleibt, kommentiert Ludwig Greven.
Politikexperten bezweifeln, dass die Ministerin sich im Amt halten kann und geben ihr nicht mehr viel Zeit. Schon kursieren Namen möglicher Nachfolger.
Die Plagiatsaffäre zeigt: Universitäten sind an allem interessiert, nur nicht an sich selbst. Es ist höchste Zeit für mehr Selbstreflexion, schreibt Martin Spiewak.
Schwarz-Gelb lobt die Arbeit der Bildungsministerin, aber nur wenige meinen, dass sie im Amt bleiben kann. Die Kanzlerin will ein Vier-Augen-Gespräch. Von Lisa Caspari
Kanzlerin Merkel hat trotz der Aberkennung des Doktortitels "volles Vertrauen" in Annette Schavan. Die Ministerin will die Entscheidung der Uni Düsseldorf anfechten.
Einst unbescholten und angesehen, steht Bildungsministerin Schavan seit Monaten in der Kritik wegen ihrer Doktorarbeit. Christoph Amend hat sie in dieser Zeit begleitet.
Der SPD-Kandidat hat ein deutsches Tabu gebrochen, sagt der Psychologe Stephan Grünewald. Der Wähler erwarte von Politikern vor allem bedingungslose Selbstaufopferung.
Er wollte nicht die Karriereleiter hinauf, er wollte Aufgaben erledigen: Peter Struck war 30 Jahre ein wichtiger Strippenzieher der deutschen Politik. Von W. A. Perger
Horst Seehofer führt seine eigenen Parteifreunde vor – und nennt das auch noch Humor. Damit zeigt der CSU-Chef nur seine eigene Schwäche, kommentiert R. Birnbaum.