Kenan Kolat fordert von der Kanzlerin, die Aufarbeitung der NSU-Morde zur Chefsache zu machen. Den deutschen Behörden wirft er eine Behinderung der Aufklärung vor.
Die rechtsextreme Zelle um Zschäpe, Böhnhardt und Mundlos sollen zahlreiche Mitwisser und Helfer gehabt haben. Fünf Männer sollen neben Zschäpe angeklagt werden.
Vor einem Jahr wurde die Terrorzelle NSU enttarnt. Und damit das Versagen der Ermittler und das mangelhafte Wissen über Neonazis. Was hat sich geändert? Von Mariam Lau
Baden-Württembergs Verfassungsschutz war enger mit dem deutschen Ku-Klux-Klan verbunden, als bisher bekannt. Ein V-Mann soll den Bund gegründet und geleitet haben.
Ein V-Mann hat ausgesagt, dass noch weitere Polizisten Anhänger des deutschen Ku Klux Klans waren. Das Innenministerium in Stuttgart hat entsprechende Hinweise bestätigt.
Die Mitgliedschaft zweier Polizisten im Ku-Klux-Klan soll im Bundestag thematisiert werden. Einer der beiden Beamten war Vorgesetzter des NSU-Opfers Kiesewetter.
Zwei Kollegen der vom NSU ermordeten Polizistin Kiesewetter gehörten zeitweise zum rassistischen US-Geheimbund Ku-Klux-Klan. Laut Ministerium sind sie noch immer Beamte.
Falsche Tipps aus Ankara, verheerende Ministeranweisungen, ein auf Islamisten fokussierter Verfassungsschutz: Der NSU-Untersuchungsausschuss bringt Schmerzhaftes zu Tage.
"Es gilt den guten Ruf der Familien wiederherzustellen." Im Interview sagt die Opferbeauftragte Barbara John, ein Staatsakt für die NSU-Opfer allein reiche dafür nicht.
Die drei Mitglieder der rechten Terrorzelle wurden wohl auch aus der Hauptstadt unterstützt. Brandenburgs Verfassungsschutz warnte schon 1998 davor. Von F. Jansen
Der inhaftierte Ralf W. war stellvertretender Vorsitzender der Thüringer NPD. Er steht im Verdacht, der Zwickauer Bande eine Mordwaffe beschafft zu haben. Von F. Jansen
Andre E. soll unter anderem das Bekennervideo des Nationalsozialistischen Untergrunds produziert haben. Derzeit werden seine sowie drei weitere Wohnungen durchsucht.
Kannte die Polizistin Kiesewetter ihre Mörder? Das Bundeskriminalamt brachte diese Vermutung in Umlauf - in Thüringen und Heilbronn rätselt man, warum. Von K. Schulze
Es habe keinen Kontakt seiner Familie zur rechten Szene gegeben, behauptet der Stiefvater von Michèle Kiesewetter. Auch die örtlichen Behörden weisen den Verdacht zurück.