Der frisch gekürte Oscar-Preisträger Michael Haneke inszeniert am Teatro Real in Madrid Mozarts "Così fan tutte". Der Regisseur übernimmt die Rolle des Spaßverderbers.
In einem starken Jahrgang gewinnen Michael Haneke und Christoph Waltz zwei Oscars. Hollywood feiert sich selbst, und auch ein wenig den europäischen Film. Von W. Husmann
Hollywood feiert seine Stars: Die Oscar-Jury ehrt Regisseur Haneke für "Liebe". Beste Nebendarsteller wurden Waltz und Anne Hathaway, bester Film Afflecks "Argo".
Der Siegeszug von Michael Haneke hält an: Sein Film "Liebe" gewann gleich vier der César-Filmpreise. Ben Affleck nahm für "Argo" eine weitere Auszeichnung entgegen.
Die Komödie "Oh Boy" ist als bestes Drehbuch mit dem Pierrot der bayerischen Regierung ausgezeichnet worden. Tom Schilling erhielt den Preis als bester Hauptdarsteller.
Der Favorit "Lincoln" ging gemessen an den Nominierungen mit einem Preis fast leer aus. Die Europäer Waltz und Haneke erhielten in L.A. ebenfalls je einen Golden Globe.
Michael Hanekes "Liebe" darf auf fünf Oscars hoffen, auch der Schauspieler Christoph Waltz ist nominiert. Favorit mit zwölf Nominierungen ist der Film "Lincoln".
Das Publikum tötet mit: Im Film "Maniac" spielt Elijah Wood einen einsamen Mörder. Die blutrünstige Originalfassung von 1980 erscheint nun als erschütterndes Psychodrama.
Der Historienfilm über den früheren US-Präsidenten hat die besten Chancen bei der Verleihung im Januar. Vorne liegen auch die Filme von Ben Affleck und Quentin Tarantino.
Bernardo Bertolucci kalauert, Helen Mirren ist gerührt und Michael Haneke räumt ab. Doch beim Europäischen Filmpreis brillierte vor allem Anke Engelke. Von Wenke Husmann
Der österreichische Regisseur ist der große Gewinner bei der Verleihung des Europäischen Filmpreises in Malta. Hanekes Drama "Liebe" gewann in insgesamt vier Kategorien.
Der Regisseur Michael Haneke fragt in seinem neuen Film, wie man mit dem Leid eines geliebten Menschen umgeht. Persönliche Erfahrungen haben ihn zu dem Thema gebracht.