Erst saß Tayyip Erdoğan wegen Volksverhetzung im Knast, später wurde er Ministerpräsident. Was hat der gläubige Mann in zehn Jahren aus der Türkei gemacht? Von M. Thumann
08.10.2012,
ZEIT ONLINE Leserartikel, Cengiz Dursun
Im Syrienkonflikt nutze Assad die Furcht vor Islamisten für sich, schreibt Leser Cengiz Dursun. Das einzige Mittel dagegen sei ein Laizismus wie in der Türkei.
In den dreißiger Jahren wurden bei Angriffen der Armee Tausende Kurden ermordet. Erstmals hat sich nun ein türkischer Regierungschef für die Gewalttaten entschuldigt.
Lässig, wild und manchmal auch enthemmt: In der Altstadt von Antalya feiert die junge Türkei, bis der Muezzin zum ersten Gebet ruft. Von Christian Schüle.
Orhan Pamuk, der türkische Nobelpreisträger, reicht seinen Erstling nach – einen bedeutenden Gesellschaftsroman über die Ursprünge des modernen Europas. Von W. v. Rossum
Kurz vor der Wahl verspricht Ministerpräsident Tayyip Erdoğan Wohlstand für alle. Eigentlich kann er machen, was er will: Das Land boomt. Von Michael Thumann, Istanbul
Ein türkisches Gericht hat den Islamistenführer Metin Kaplan zu 17 Jahren Gefängnis verurteilt. Damit ist die zuvor ausgesprochene lebenslange Haft aufgehoben.
Der Genozid an den Armeniern durch türkische Truppen 1915 wird bis heute verschwiegen. Die ARD zeigt nun einen Film, der eine neue Diskussion entfachen wird.
Früher war die türkische Armee der Garant dafür, dass der Staat funktionierte. Die Verhaftung regierungsfeindlicher Generäle zeigt: Heute geht von ihr eine Gefahr aus.
Die einfachste Methode, mit Unliebsamem oder Verdächtigem im Internet umzugehen, ist die Netzzensur. Immer mehr Organisationen und Regierungen kommen auf den Geschmack.