Die Zahl der Toten im Irak ist so hoch wie seit fünf Jahren nicht mehr. Bei einer Serie von Bombenanschlägen sind am Donnerstag mindestens 17 Menschen gestorben.
Vor zehn Jahren sind die USA in den Irak einmarschiert. Die Invasionsbilanz ist verheerend: Das Land ist zermürbt von Gewalt, Korruption und Nepotismus. Von M. Gehlen
Im Norden des Iraks hat ein Attentäter bei einer Trauerfeier zahlreiche Menschen getötet. Der Sprengstoffanschlag galt Angehörigen der turkmenischen Minderheit.
Seit Wochen gibt es Proteste gegen Iraks schiitischen Regierungschef Maliki, anfangs nur getragen von Sunniten. Nun schließen sich Vertreter anderer Lager an.
Den Tod verpacken Bombenbauer in vielfältige Formen, schreibt W. Bauer. Die Bagdader Polizei musste schon Thermoskannen, Zigarettenschachteln und Bücher entschärfen.
Etwa 200 Häftlinge haben eine Meuterei in einem Gefängnis in Tikrit zum Ausbruch genutzt. 81 von ihnen sind noch immer auf der Flucht, unter ihnen islamistische Kämpfer.
Mehr Autobomben, mehr Selbstmordattentate, Sprengfallen gegen Armeepanzer: In Syrien mehren sich Hinweise, dass Terroristen am Krieg beteiligt sind. Von M. Gehlen, Kairo
Die Anrainerstaaten sind in ihrem Verhältnis zu Assad gespalten. Einige fürchten den Iran, andere erhoffen sich durch einen Sturz des Despoten Vorteile.
Schwer bewacht und verhasst: Iraks Regierung will 3.400 iranische Regimegegner ausweisen. In die Heimat können sie nicht mehr. Die UN versuchen zu helfen. Von C. Luther
Die iranische Führung verdächtigt die Geheimdienste Israels und der USA, für das Attentat auf einen Atomforscher verantwortlich zu sein. Sie kündigte Folgen an.
Iraks Vizepräsident Tarik al-Haschimi wird von der eigenen Regierung des Terrorismus beschuldigt. Im Interview erklärt er, er sei Opfer eines größeren Machtkampfes.
Nach dem Abzug der US-Truppen befürchten viele einen Zerfall des Iraks. Tatsächlich aber setzen Sunniten, Schiiten und Kurden auf den starken Staat. Von U. Ladurner
In Bagdad kamen in der vergangenen Woche bei Bombenanschlägen mehr als 70 Menschen ums Leben. Eine al-Qaida nahestehende Gruppe hat sich nun zu den Attentaten bekannt.
Iraks Ministerpräsident al-Maliki hat mit Rücktritt gedroht, um die Entlassung seines Stellvertreters durchzusetzen. Ein Haftbefehl verursachte zusätzlich Unruhe.
Mit Schrotflinten, Tränengas und Knüppeln geht Bahrains Polizei gegen Demonstranten vor. Die UN sprechen von einer "eklatanten Verletzung des internationalen Rechts".