Im nächsten Jahr feiert Deutschlands berühmtestes Gemälde seinen 500. Geburtstag. Hanno Rauterberg erinnert an Raffaels "Sixtinische Madonna" in Dresden.
Im klassizistischen Bau des Landesmuseums in Greifswald lenken keine Details wie Lichtschalter oder Lüftungen von den Gemälden ab. Und die sind äußerst lohnend.
Aus glanzloser Prosa schuf er Geschichten voller Poesie. Die Vorlagen seiner "Kinder- und Hausmärchen" stammen aus Frankreich, aus der Antike, aus Persien und aus Indien.
Am Ausstellungsbeginn fällt der Blick auf ein kleines Blatt von K. F. Schinkel, den Entwurf für das Bühnenbild zu Mozarts „Zauberflöte“: eine sternenbesetzte, blaue Himmelskuppel, die Königin der Nacht steht im Schnittpunkt der Achsen auf einer Mondsichel.
Lyonel Feiningers legendärer „Halle-Zyklus“ – zum erstenmal seit sechzig Jahren ist er jetzt in der Staatlichen Galerie Moritzburg der Stadt wieder zusammengeführt.
Das Märchen sei Kanon der Poesie, sagte Novalis. Diesem Schlüsselsatz romantischer Kunstauffassung huldigt auch das jüngste Bilderbuch von Maurice Sendak.