Für einen richtigen Filmkomponisten wurde Richard Wagner 100 Jahre zu früh geboren. Doch sein Einfluss auf heutige Soundtracks ist unbestritten. Von Jan Freitag
Im "Tristan" steht der Eros am Abgrund. Im "Parsifal" wird ihm ekstatisch abgeschworen. Nur im "Ring" gibt es den Ausweg aus der Unmöglichkeit der Liebe. Von Slavoj Žižek
Sein 16-stündiger "Ring" hat schon Los Angeles ins Wagner-Fieber versetzt. Achim Freyer macht alles selbst, von der Regie bis zur letzten Rüsche. Wie jetzt in Mannheim.
Von wegen Sängerkrieg: Jonas Kaufmann und Klaus Florian Vogt retten die Zukunft des Heldentenors. Sie haben zwei fast identische Wagner-Alben aufgenommen.
Wie kein anderer Komponist suchte er die Nähe zu den radikalen Theoretikern seiner Zeit. Im Dresden der Revolution von 1848 wurde Richard Wagner zum Freiheitskämpfer.
Im Jubiläumsjahr wird lauter als sonst über Bayreuth diskutiert. Hanns-Josef Ortheil lässt sich gern mitreißen, Rolf Schneider hingegen hält nichts vom Wagner-Wahn.
Sind seine Kompositionen wirklich so originell? Oder hat er sich nur geschickt bei anderen bedient? Diese Fragen plagten schon Wagner selbst. Von Hansjörg Ewert
Er begeistert Anarchisten wie Ästheten und ist heute so relevant wie vor 150 Jahren: Der Regisseur Peter Konwitschny und der Politologe Udo Bermbach sprechen über Wagner.
Das "Wörterbuch der Unhöflichkeit" von 1903 versammelt "grobe, höhnende, gehässige und verleumderische Ausdrücke" gegen Richard Wagner. Eine heitere Kostprobe von A bis Z
Richard Wagner hat seine erste vollendete Oper nie auf der Bühne gesehen. In Leipzig feierte nun sein zutiefst romantisches Jugendwerk "Die Feen" Premiere. Von S. Mahlke
Lange war sie verschollen, nun ist sie als Faksimile erschienen: Die Geschichte von Richard Wagners "Tristan"-Handschrift erzählt von Geldproblemen und braunen Intrigen.