Thomas Enders kann die Debatte um de Maizière und die Probleme beim Euro Hawk nicht nachvollziehen. Er zieht Konsequenzen: EADS werde nicht mehr in Drohnen investieren.
Der Verteidigungsminister hat seine Leute nicht im Griff, sagt der Kommunikationsberater Klaus Kocks. Kanzler werde er so nicht mehr, der Rücktritt sei unausweichlich.
Der Verteidigungsminister hat in der Euro-Hawk-Affäre wieder nicht für Klarheit gesorgt. Grüne und SPD setzen nun einen Untersuchungsausschuss durch. Von H. Friederichs
Zum gescheiterten Euro Hawk wird es noch vor der Bundestagswahl einen Untersuchungsausschuss geben. Die SPD will zustimmen, kündigte Fraktionschef Steinmeier an.
Thomas de Maizière muss sich vor dem Verteidigungsausschuss weiteren unangenehmen Fragen stellen: Sein Ministerium soll den Bundestag monatelang falsch informiert haben.
Volker Wieker, ranghöchster Bundeswehrsoldat, fühlt sich mitschuldig am Scheitern des Euro-Hawk-Projekts. Die Kritik an Verteidigungsminister de Maizière wächst dennoch.
Der Vorwurf der SPD wiegt schwer: Der Verteidigungsminister soll in der Euro-Hawk-Affäre gelogen haben. Der CDU-Politiker weist dies als "falsche Unterstellung" zurück.
Die Drohnenaffäre hat deutlich am Ansehen des Ministers gekratzt. Im ARD-Deutschlandtrend bewerten 83 Prozent sein Verhalten negativ. Der Union schadet das indes nicht.
Schäbiges Verhalten und Lobbyismus wirft die Opposition dem Verteidigungsminister in der Drohnenaffäre vor. Sie fordert seinen Rücktritt, doch de Maizière will bleiben.
Thomas de Maizière hat die Schuld für das Drohnen-Debakel von sich gewiesen. Die Opposition klagt: Der Minister hält Infos zurück und agiert arrogant. Von H. Friederichs
Der Verteidigungsminister hält trotz des gescheiterten deutschen Drohnensystems am Global-Hawk-Projekt der Nato fest. Das Vorhaben kostet Deutschland 480 Millionen Euro.
Das Verteidigungsministerium hat aus Sicht der Rechnungsprüfer zu spät die Risiken des Drohnenprojekts analysiert. Zugleich zeigen sie auch Verständnis für de Maizière.
Die Bundeswehr hat offenbar versucht, Daten in der Euro-Hawk-Affäre als geheim einzustufen oder zu vernichten. Nach einem Tag wurde der Befehl wieder aufgehoben.