Steuerhinterziehung ist zurzeit in aller Munde. Harald Martenstein macht noch ein weiteres Delikt ausfindig: Steuererschleichung und Volksbelügung durch die Politik.
Der Bundesfinanzminister hält die strafbefreiende Selbstanzeige für unverzichtbar. Auf dem Steuerberaterkongress in Dresden geht es auch um den Fall Hoeneß.
Der SPD-Kanzlerkandidat hat das Bekenntnis der Aufsichtsräte des FC Bayern zu Uli Hoeneß kritisiert. Der Steuerhinterzieher soll sein Amt mindestens ruhen lassen.
Der Aufsichtsrat von Bayern München sei nur ein Wohlfühlgremium, kritisiert der Wirtschaftsethiker Matthias Fifka. Die Mitglieder agierten in der Affäre zu zögerlich.
Als Trainer hat Ottmar Hitzfeld mit Bayern und Dortmund die Champions League gewonnen. Im Interview spricht er über neue Machtverhältnisse im europäischen Fußball.
Er gilt als Heißmacher, aber zu sagen hat Matthias Sammer in München wenig. Das mögliche Machtvakuum nach Uli Hoeneß könnte er nicht füllen. Von Oliver Fritsch
Wäre am kommenden Sonntag Wahl, würden 26 Prozent der Deutschen laut einer Umfrage SPD wählen. Die CDU wäre weiterhin stärkste Partei, die FDP bliebe unter fünf Prozent.
Riskante Börsenspekulationen wie die von Uli Hoeneß zählen zum Glücksspiel. Psychologe Klaus Wölfling erklärt, was Süchtige von professionellen Händlern unterscheidet.
Bei den Mai-Kundgebungen haben Gewerkschafter gegen Sozialabbau, Sparpläne und Steuerbetrug protestiert. Fast eine halbe Million Arbeitnehmer waren bundesweit unterwegs.
Der Fall Hoeneß habe ihn erschreckt und geärgert, sagt Bundespräsident Gauck. Dennoch: Rechtlich und moralisch dürfe es nicht zweierlei Maß für Steuerbetrüger geben.
Als die Fahnder vor seiner Tür standen, hat sich sein Leben verändert. Erstmals spricht Uli Hoeneß ausführlich über seine Steueraffäre und seine Spielsucht.
Vorwurf der Parteilichkeit: Weil die Selbstanzeige von Uli Hoeneß wegen Steuerbetrugs öffentlich wurde, hat eine Kanzlei die Münchner Staatsanwaltschaft angezeigt.