Viele Ostdeutsche erhalten nach jahrelanger Arbeitslosigkeit nur eine kümmerliche Rente. Auch im Westen wächst die Zahl der bedürftigen Ruheständler. Von Dorit Kowitz
Die Kritik an den Ein-Euro-Jobs ist berechtigt. Sie sind nur für eine begrenzte Gruppe von Arbeitslosen sinnvoll: die fast Hoffnungslosen. Ein Kommentar von K. Rudzio
Glücklich die deutschen Wähler, denn sie können beruhigt an die Urnen gehen. Anders als in Italien, wo man zwischen einem kleineren und einem größeren Übel entscheiden mußte, steht der Deutsche vor keinem Dilemma: Wählt er SPD, wird er Gutes für den politischen Wechsel tun, der das Salz der Demokratie ist.
Immer wenn Kollege G., der Wagner-Fan, von den Festspielen in Bayreuth in die Europäische Management- und Marketing-Agentur (EMMA) zurückkommt, ruft er allen ein fröhliches „Weia! Waga!“ zu, spricht von den Sekretärinnen als Rheintöchtern und schwärmt der kreativen EMMA-Runde vor: „Die Festspiele sind auch ökonomisch eine runde Sache.
Bundeswirtschaftsminister Günter Rexrodt möchte eine Reform rückgängig machen, die 1969 mit dem Arbeitsförderungsgesetz eingeführt wurde: Damals wurden Gemeinschaftsarbeiten für Arbeitslose abgeschafft, für die ein Sozialrechtsverhältnis statt eines Arbeitsverhältnisses galt.
„Ich denke, daß man gut beraten war, zu einem Gutteil die Führungskräfte aus den alten Bundesländern zu wählen. Ich glaube, es wäre zu Mord und Totschlag gekommen, wenn diese messerscharfen, mit so vielen Opfern verbundenen Eingriffe von eigenen Landsleuten durchgeführt worden wären.
Bundesarbeitsminister Norbert Blüm hat seinem Kabinettskollegen Theo Waigel eine große Freude bereitet. Gegen den vereinigten Widerstand von Gewerkschaften und Unternehmerverbänden hat Blüm der Bundesanstalt für Arbeit für 1993 ein Sparprogramm verordnet, das den Etat seines Finanzministers beträchtlich entlastet – zumindest auf den ersten Blick.
Eigentlich ist es ja schwer erträglich, wenn Altere behaupten, früher sei alles besser gewesen. Johann, 51, ist so einer, der permanent die alten Zeiten hochleben läßt.
HAMBURG. – wer am Bildschirm erlebte, wie in Rostock junge Menschen haßerfüllt gegen ein Heim für Asylbewerber vorgingen, wie die Älteren bereitstanden, sie mit nazistischen Parolen anzufeuern, der konnte nur mit Abscheu reagieren.
Vielleicht liegt es an der Müdigkeit, daß Betty Müller so mutlos wirkt. Um zwei Uhr nachts Abfahrt in Rostock, um sieben Treffpunkt im Bahnhof Hamburg-Altona, dann Weiterfahrt zur Demonstration in Bonn – das Tagesprogramm schlaucht.