Offiziell gibt es laut Deutscher Bank und Allianz keinen Zusammenhang zwischen Spekulationen und hohen Lebensmittelpreisen. Doch in internen Papieren steht das Gegenteil.
Klaus Josef Lutz führt Europas größten Agrarhändler, die BayWa. Er will das Traditionsunternehmen globaler und ein wenig grüner machen. Von Christian Thiele
Der Handel mit Nahrungsindexfonds sollte verboten werden, sagt der UN-Sonderberichterstatter Olivier de Schutter. Im Interview warnt er vor einer Hungerkrise im Sahel.
Bessere Informationen über Ernten, Konsum und Lagerbestände sollen künftig Preissprünge vermeiden. Auf Regeln gegen Börsenspekulation einigten sich die G 20 nicht.
Die G-20-Agrarminister sind ein undemokratischer Verein, der die falsche Politik betreibt, sagt Agrarexperte Roman Herre. Statt den Armen zu helfen, fördert man Landraub.
Darin sind sich die G 20 einig: Das rasante Auf und Ab von Lebensmittelpreisen ist schlecht. Strittig ist, welche Rolle dabei Energiepflanzen für Biosprit spielen.
Lebensmittelpreise steigen, immer mehr Menschen weltweit hungern – trotzdem sei es okay, Weizen im Tank zu verbrennen, sagt Agrarministerin Ilse Aigner im Interview.
Die Lebensmittelbranche kämpft mit schlechtem Wetter und steigenden Energiepreisen. Jetzt will sie die höheren Ausgaben an die Verbraucher weitergeben.
Die Apec-Staaten wollen ihren Wertschöpfungszuwachs abstimmen und planen eine riesige Freihandelszone. Der Währungs-Streit zwischen China und USA schwelt aber noch immer.
Mehr als 60 Staaten unterstützen eine Initiative für eine Steuer auf Devisengeschäfte. Die Einnahmen von 35 Milliarden Dollar sollen in die Entwicklungshilfe fließen.
Russland stoppt den Weizenexport. Banken und Fonds nutzen den Handel mit Nahrungsrohstoffen als Spielfeld für Spekulationen. Die Verlierer sind die Ärmsten der Welt.
Die Kanzlerin verkündet beim G-8-Gipfel hehre Worte zur Armutsbekämpfung. Doch ihre Agrarministerin drängt auf weitere Subventionen für die Bauern – auf Kosten der Armen.