Die AKW-Laufzeitverlängerung dürfte in Karlsruhe scheitern. Dabei hätte Schwarz-Gelb das Projekt wohl erfolgreich durch den Bundesrat bringen können. Ein Gastbeitrag
Der schwarz-gelbe Atomdeal hat eine wichtige Hürde genommen: Das Parlament stimmte mehrheitlich dafür. Voran ging eine heftige Debatte zwischen Regierung und Opposition.
Der Streit über längere Atomlaufzeiten hat sich zwischen Koalition und Opposition zugespitzt. Die Grünen wollen die geplante Abstimmung im Bundestag verhindern.
Die geplanten AKW-Laufzeiten werden vor dem Verfassungsgericht keinen Bestand haben, soll Umweltminister Röttgen gesagt haben. Sein Ministerium dementiert die Darstellung
Der Atomvertrag soll dem Parlament vorgelegt werden. Geheimhaltung sei nicht praktiziert worden, wehrt die Regierung Vorwürfe ab. Gabriel spricht hingegen von Lüge.
Transparency International beklagt angesichts des Atomabkommens demokratische Defizite. Die Opposition will gegen den nun veröffentlichten Atomkompromiss klagen.
Der Atomkompromiss beschädigt die Glaubwürdigkeit der schwarz-gelben Regierung. Nachhaltige Energiepolitik sieht anders aus. Ein Kommentar von Marlies Uken
Beim Atomgipfel im Kanzleramt zeichnet sich eine Einigung ab. AKW-Laufzeiten werden verlängert. Dafür sollen Stromkonzerne Milliarden an den Bund und für Ökostrom zahlen.
Bayerns Umweltminister Söder greift Bundesminister Röttgen harsch an. Zugleich liefern zwei Greenpeace-Gutachten Argumente gegen eine Laufzeitverlängerung.
Die schwarz-gelbe Koalition will die Laufzeiten der deutschen Atomkraftwerke um mindestens zehn Jahre verlängern. Umweltschützer und SPD reagieren empört.
Experten halten eine Laufzeitverlängerung von zwölf bis 20 Jahren für sinnvoll. Dies geht laut Medienberichten aus dem Gutachten für die Regierung hervor.
Die Bundeskanzlerin sieht den Vorstoß des Umweltministers im Atomausstieg im Einklang mit dem Koalitionsvertrag. Die FDP vermutet dahinter einen schwarz-grünen Flirt.
Eine Verlängerung des Betriebs der deutschen Atommeiler würde die Stromkosten eines Durchschnittshaushalts nur um 12 Cent pro Monat senken, hat das Öko-Institut errechnet