Der Mann mit dem Nimbus des Unschlagbaren hat durch den Protest gelitten. Im Umgang mit dem Volk bleiben dem türkischen Premier nur wenige Möglichkeiten. Von M. Thumann
Im Protest in Istanbul mischen sich verschiedene soziale Gruppen: Feministen, Kemalisten, Kurden, Apolitische. Sie eint einzig die Wut auf Erdoğan, schreibt Mely Kiyak.
Die Proteste zeigen, wie wichtig die Zivilgesellschaft in der Türkei geworden ist. Das Land muss sein autoritäres Staatsverständnis überwinden, kommentiert L. Jacobsen.
Religiöse Menschen streiten ungern. Aber sollten sie es nicht tun, wenn sie in unserer westlichen Gesellschaft leben? In Bern versuchen acht Weltreligionen, es zu lernen.
07.11.2012,
ZEIT ONLINE Leserartikel, Bülent Kacan
Wenn türkische Muslime Anerkennung in Deutschland fordern, findet Leser B. Kacan, müssen sie auch kritisieren, dass die Türkei religiöse Minderheiten unterdrückt.
Was Katholiken und Protestanten zusteht, sollen muslimische Schüler in NRW auch bekommen: Religionsunterricht als Regelfach. Aber Experten haben starke Gegenargumente.
Der türkischstämmige Schriftsteller Zafer Senocak plädiert dafür, die Biografien von Individuen zu betrachten – statt wie bisher, über die Muslime insgesamt zu sprechen.
Die von Familienministerin Schröder geplanten Projekte gegen Linksextremismus und Islamismus sollen bald starten. Aber die Träger wissen nicht, was man von ihnen erwartet
Sechs Unis haben bereits Professuren für Islamische Theologie, um den Lehrermangel für Islamunterricht zu beheben. Sie bauen auf das Vertrauen der muslimischen Verbände.
In Nürnberg gibt es die einzige Drogentherapieeinrichtung für Muslime in Deutschland. Cem, der Sohn türkischer Gastarbeiter, fühlt sich hier verstanden.