29.07.1988,
DIE ZEIT, A. K.
Einer der Leitfäden, die sich fast unmerklich und auch ohne erkennbare Absicht durch den Film ziehen, ist die Musik. Eine amerikanische Militärkapelle spielt „Ich hatt’ einen Kameraden“ am Volkstrauertag 1987 in Ansbach, düstere Bläser untermalen den Fall Berlins im Mai 1945, zu einer flotten Melodie meldet „Welt im Film“ den Einsatz eines neuen, entnazifizierten Lehrbuchs an den Grundschulen, während die Bürger Sachsens 1946 zu getragenen Klängen in „Augenzeuge“, der ostdeutschen Wochenschau, über die Enteignung des Großgrundbesitzes abstimmen.