Die SPD bejubelt sich am Aschermittwoch lautstark selbst. Aber viel Bier und starke Sprüche können nicht über die missliche Lage hinwegtäuschen. Von P. Guyton, Vilshofen
Mit deftigen Wortwitzen und heftigen Attacken feiern die Parteien den politischen Aschermittwoch. SPD-Kanzlerkandidat Steinbrück greift die Kanzlerin auch persönlich an.
Zaren, Ehrgeizlinge, Glühwürmchen – seit Horst Seehofer gegen sein Spitzenpersonal gekeilt hat, rumort es in der CSU. Doch der Parteichef verteidigt seine Beschimpfungen.
Unbeirrt treiben die Bundesländer ein NPD-Verbot voran. Doch die gesammelten Beweise überzeugen längst nicht alle, das Verfahren ist äußerst riskant. Von T. Steffen
Das Lexikon beschreibt Ehrgeiz als "Gier einer Person nach Ehre". Harald Martenstein dagegen findet, dass der Wunsch, etwas zu erreichen, eine verkannte Tugend ist.
Christian Ude sei Dank: Die Bayern-SPD glaubt an sich selbst, erstmals seit Jahrzehnten. Sie feiert sich als die Bayern-Partei von morgen. Von Patrick Guyton, Vilshofen
Die Bedenken in der schwarz-gelben Koalition gegen weitere Hilfen für Griechenland sind groß. Die Regierung muss deshalb um eine eigene Mehrheit im Bundestag bangen.
"Wer sich selbst zum Weißwürstchen macht, darf sich nicht wundern": FDP-Chef Rösler demonstrierte am Aschermittwoch neue Stärke und drohte indirekt auch der Union.
Am politischen Aschermittwoch ziehen die Redner gnadenlos über die Konkurrenz her. Auch CSU-Chef Seehofer teilt gerne aus. Doch in diesem Jahr muss er sich zurücknehmen.
Der bayerische Ministerpräsident und CSU-Chef Horst Seehofer verwaltet nun die Amtsgeschäfte des Staatsoberhauptes. Als wandlungsfähig hat er sich schon oft bewiesen.
Das britische Shrovetide ist die Urform des Fußballs. Einmal im Jahr treffen 400 Männer in Ashbourne aufeinander, um zwei Tage lang in der Stadt um den Ball zu kämpfen.
Viel Taktik, wenig Wille: SPD und CDU stacheln sich in Nordrhein-Westfalen mit Neuwahl-Ankündigungen gegenseitig an. Dabei hat keine Partei ein echtes Interesse daran.
Neuer Vorstoß der schwarz-gelben Koalition: Einwanderer sollen erst dann eine vorübergehende Aufenthaltserlaubnis bekommen, wenn sie einen Sprachtest bestanden haben.
Guttenberg ist weg, doch beim Politischen Aschermittwoch der CSU ist er allgegenwärtig. Die Partei huldigt ihm, während Seehofer sich auf seinen alten Populismus besinnt.