05.12.1969,
DIE ZEIT, Karl-Heinz Janßen
In derselben Woche, als Präsident Nixon für die USA auf den Ersteinsatz chemischer Waffen (C-Waffen) verzichtete, die Sowjetunion in der UN-Vollversammlung dringend Verhandlungen über eine Konvention zum Verbot von B- und C-Waffen forderte und Ungarn, Polen und die Mongolei beantragten, auch Tränengas und ähnliche Stoffe in das Verbot einzubeziehen – in einer Woche weltweiter Anstrengungen, diese unheimlichen Gefahren einzudämmen, erklärte der Präsident des Bundesamtes für zivilen Bevölkerungsschutz, Paul Wilhelm Kolb: Man müsse der Bevölkerung in der Bundesrepublik erst noch ein „Gefühl der Gefahr“ vermitteln, damit sie sich endlich gegen einen möglichen Krieg mit A-, B- und C-Waffen schütze und die Arbeit der Zivilverteidiger unterstütze.