Seit Jahren gilt die Hülle um Tschernobyl als marode, nun ist ein Teil davon eingestürzt. Aus Sorge um die Sicherheit ruht auch die Arbeit am Bau eines neuen Sarkophags.
Der Fukushima-GAU scheint vergessen, selbst der Neubau von Atomkraftwerken ist nicht mehr ausgeschlossen: Japans neue Regierung kehrt zurück zur Atomenergie.
Der Machtwechsel in Japan ruft die Atomindustrie auf den Plan. Der erste Reaktorhersteller forderte das Wiederanfahren von AKW. Japans Wirtschaft müsse wachsen.
Sonntag wird in Japan gewählt. Die kommende Regierung könnte dann sehr rechts sein: Nationalistische Töne kommen gut an im Wahlkampf – auch wegen China. Von F. Ghelli
Die Atomindustrie hat tonnenweise Plutonium angehäuft, weil sie hoffte, es irgendwann recyceln zu können. Falsch gedacht. Nun sitzt die Welt auf einem hochgiftigen Erbe.
Japan schaltet den letzten seiner 50 Atomreaktoren zu Wartungszwecken ab – zunächst nur vorübergehend. Einer erneuten Inbetriebnahme muss die Bevölkerung aber zustimmen.
Ingenieure mit dem Spezialgebiet Kerntechnik werden gesucht: Man braucht sie hierzulande, um stillgelegte Atomkraftwerke rückzubauen und strahlende Bauteile zu entsorgen.
Nach Fukushima debattierten viele Länder über Kraftwerksicherheit und Atomausstieg. In Frankreich ist das ein Wahlkampfthema, Russland dagegen macht weiter wie bisher.
Zum ersten Mal seit dem Atomunfall von Harrisburg hat die US-Atombehörde den Neubau von Reaktoren bewilligt. Der Leiter der Kommission stimmte allerdings dagegen.
Japans Jahrtausendbeben vernichtete Hunderttausende Existenzen und führte zum GAU. ZEIT ONLINE-Redakteur S. Stockrahm erzählt im Video von seiner Reise in die Region.