Weil immer mehr Jugendliche studieren wollen, gehen der Wirtschaft die Azubis aus. In einigen Regionen greifen die Unternehmen nun zu ungewöhnlichen Mitteln.
Junge Menschen haben es auf dem deutschen Arbeitsmarkt leichter als Gleichaltrige anderswo. In der EU ist jeder fünfte Jugendliche arbeitslos, in Spanien jeder zweite.
Viele Betriebe finden keine Auszubildenden mehr. In ihren Fokus rücken nun jene, die keinen 1a-Lebenslauf haben. Oft zeigt sich: Talent ist da, wo man es nicht vermutet.
Die Menschen sind über die Untätigkeit der Politik empört, sagt IG-Metall-Chef Huber. Im Interview erklärt er, was gegen Hungerlöhne und Fachkräftemangel zu tun ist.
Die Wirtschaft macht im Ausbildungspakt nur vage Versprechungen. Sie scheint noch nicht begriffen zu haben, wie sich der Lehrstellenmarkt wandelt, kommentiert M. Gatzke.
Politik und Wirtschaft haben den Ausbildungspakt für mehr Lehrstellen bis 2014 verlängert. Der Koalition gelang es aber nicht, die Gewerkschaften einzubinden.
Die Regierung müht sich um ein Bündnis für mehr Ausbildungsplätze. Kurz vor einem Spitzentreffen im Ministerium sind Arbeitgeber und Gewerkschaften immer noch uneins.
Dem deutschen Handwerk geht der Nachwuchs aus: Die Zahl der Ausbildungsverträge sank im laufenden Jahr im Westen um 5,6 Prozent, im Osten gar um über 10 Prozent.
Keine Einigung im Streit um die Zahl neuer Ausbildungsverträge: Erstmals seit fünf Jahren gingen Arbeitsministerium und Verbände ohne gemeinsame Erklärung auseinander.
Der Pakt wackelt: Unternehmen und Arbeitsminister Scholz können sich vor dem Lenkungsausschuss nicht auf eine gemeinsame Zahl an Ausbildungsplätzen einigen.