Frischer Wind aus Schwabenland! Das ist nicht neu – das war schon in den zwanziger Jahren so, als in Württembergs Hauptstadt die Avantgarde tobte. Von Jörg Schweigard
Die Deutschen lieben ihre Funktionskleidung schon lange. Nun stellt sich heraus: Wir waren modische Vorreiter. Denn die Luxusbranche sucht ihr Heil in Hightech-Stoffen.
Das Wilhelm-Hack-Museum in Ludwigshafen ehrt zwölf Künstlerinnen der russischen Avantgarde, deren Werke vom Aufbruchsgeist des frühen 20. Jahrhunderts zeugen.
Martin Margiela war der Dekonstruktivist der Mode – und verließ seine Maison vor drei Jahren. H&M bringt seine besten Stücke nun in Massen auf die Straße. Von T. Prüfer
Sinfonischer klang John Adams nie: Das San Francisco Symphony Orchestra unter Michael Tilson Thomas hat seine "Harmonielehre" mit Luxussound eingespielt.
"Mission Moderne": Das Kölner Wallraf-Richartz-Museum zeigt die große Kunstausstellung von 1912 noch einmal, mit der vor 100 Jahren die Avantgarde begann.
Greift Unsicherheit um sich, werden die neuen Länder zur Avantgarde: Dort weiß man, wie sich Umbrüche anfühlen. Jetzt ist die Zeit, vom Aufstieg des Ostens zu erzählen.
In Francis Neniks "XO" geht's drunter und drüber: barocke Sprachgewalt und avantgardistischer Formwille. Auch die Buchseiten sollen nicht an ihrem Platz bleiben.
Vietnamkrieg und Holocaust auf 16 Saiten: Das französische Quatuor Diotima hat amerikanische Kammermusiken eingespielt, die hellwach das 20. Jahrhundert reflektieren.
Er gilt als Nobelpreis der klassischen Musik: In diesem Jahr geht der mit 200.000 Euro dotierte Siemens-Musikpreis an den österreichischen Komponisten Friedrich Cerha.
Das Künstlerische verkommt in der Mode immer mehr zur Randerscheinung. Wer als Modehaus seiner Zeit voraus sein will, engagiert heute Künstler fürs Design.
Resonanzen im Zentrum der europäischen Avantgarde: Eine Düsseldorfer Ausstellung porträtiert Künstlerinnen, deren Wirken den Dadaismus und Surrealismus prägte.