Das Beschneidungsgesetz basiert auf fragwürdigen Empfehlungen von US-Kinderärzten, behaupten zahlreiche Mediziner. Ihre Kritik sei zurückgehalten worden. Von R. Kirchner
Der Bundestag steht vor einer kulturgeschichtlich bedeutsamen Entscheidung. Der Gesetzesentwurf zur Beschneidung sollte eine Mehrheit finden, schreibt Arthur Kreuzer.
Die Grünen wollen Gorleben als Option für ein Atommülllager beibehalten – unter Bedingungen. Bei den Wahlen auf ihrem Parteitag straften sie Tübingens OB Boris Palmer ab.
Die Gegner der Beschneidung hängen dem Bild des "natürlichen Leibes" an. Ihn gibt es nicht. Genauso wenig ist das Ritual ein nichtdeutsches. Von M. Chaouli
Der grüne Abgeordnete Jerzy Montag spricht im Interview über Untiefen und neue Koalitionen in der Beschneidungsdebatte – und über eine mögliche Volksabstimmung dazu.
Das Thema Beschneidung darf im Judentum kein Tabu sein. Im Interview spricht sich Stephan Kramer, Generalsekretär des Zentralrats der Juden, für eine offene Debatte aus.
Die Abgeordneten des Bundestags zerreißt die Frage nach der Religion. Das Bundeskabinett hat dem neuen Gesetz zur Beschneidung inzwischen zugestimmt. Von Mariam Lau
Beschneidungen sind in Deutschland erlaubt, wenn sie nach medizinischen Richtlinien vorgenommen werden. Die Regierung bringt das entsprechende Gesetz nun auf den Weg.
Familien- und Justizministerium haben beim umstrittenen Beschneidungsgesetz nachgebessert. Eltern sollen sich nun stärker mit dem Willen ihres Kindes auseinandersetzen.
Keine Pflicht zur Anästhesie, kein Vetorecht des Kindes: Reinhard Merkel, Jurist und Ethikrat-Mitglied, übt im Interview scharfe Kritik am Gesetz zur Beschneidung.
Die neue Regelung zur Beschneidung wird nicht befrieden, was zum Ausbruch gekommen ist: Die Religion hat bei vielen kein hohes Ansehen mehr, kommentiert M. Lau.
Eine medizinisch fachgerechte Beschneidung soll nach Plänen des Justizministeriums straffrei bleiben. Der Zentralrat der Juden nennt den neuen Vorschlag vernünftig.