Schon ein Bachelor soll für den Beruf qualifizieren. Doch Unternehmen klagen über Jungspunde ohne Lebenserfahrung. Sollten Studenten sich lieber Zeit lassen?
Vergleichbare Abschlüsse, mehr Mobilität, früher in den Beruf: Die Reform sollte das Studium vereinheitlichen und verbessern. Wir zeigen, was sich wirklich verändert hat.
Ob ECTS oder O-Woche: Dozenten, Medien und Langzeitstudenten bedienen sich gern gehobenen Uni-Sprechs. Unser Crashkurs mit Begriffen von A bis Z hilft verstehen.
In diesem Semester starten besonders viele junge Menschen ihr Studium. Dadurch müssen Studenten mit deutlich schlechteren Bedingungen rechnen, warnt ein Bildungsexperte.
Während viele mit Rauswurf drohen, pfeifen manche Unis auf die Regelstudienzeit. Dort entwickelt sich der Albtraum jedes Bolognareformers: Langzeit-Bachelorstudenten.
Das Knausern bei den Bildungsinvestitionen verschiebt gewaltige Lasten in die Zukunft, warnt der Autor Wolfgang Gründinger in seinem Buch "Wir Zukunftssucher". Ein Auszug
18.09.2012,
ZEIT ONLINE, Philipp Alvares de Souza Soares
Als Student schimpfte unser Autor gern auf die Uni. Jetzt hat er seinen Abschluss und wünscht sich Freiheit, Ruhe und seine alte WG zurück. Eine Hommage ans Studentsein
Weil er keinen Masterplatz bekommt, verklagt ein Student eine Berliner Uni. Dem Anwalt überweist er mehr als tausend Euro. Doch die Uni ist gut gewappnet. Von B. Malter
Horst Hippler, Präsident der Hochschulrektoren, hat Bologna kritisiert. Doch längst nicht alle seiner Rektorenkollegen stimmen mit der Reformbilanz überein. Von A. Clasen
Überfüllte Hörsäle, Betreuungsnotstand, mangelnde Reflexionskultur: Bologna hat keine Probleme geschaffen, sondern lediglich alte sichtbar gemacht, kommentiert A. Frank.
Die Bildungsministerin will nicht mehr CDU-Vize sein. Damit dürfte ihr Abschied aus der Politik begonnen haben. Mögliche Nachfolger bringen sich in Stellung. Von A. Funk
Ministerin Schavan feiert Bologna als europäische Erfolgsgeschichte. Ganz anders das Urteil der Hochschulrektorenkonferenz: Ihr Vorsitzender weist auf schwere Mängel hin.
Annette Schavan lobt die Hochschulreform als "europäische Erfolgsgeschichte". Mit dieser Äußerung macht sich die Ministerin angreifbar, kommentiert Jan-Martin Wiarda.