Bereitet die Regierung den Export von deutschem Atommüll vor? Umweltschützer sind alarmiert, denn als Empfängerland käme nur Russland infrage. Von Marlies Uken
Die Regierung arbeitet an einem Gesetz, das die Ausfuhr von Atommüll erlauben soll. Das könnte die Endlagersuche in Deutschland verlangsamen, befürchten Umweltschützer.
In deutschen AKW werden offenbar in großem Stil Brennelemente verwendet, deren Uran aus russischen Atomwaffen stammt – es wäre ein für beide Seiten profitables Geschäft.
Nur zäh kommt der Rückbau der Kernkraftwerke voran. Nun soll es am Schacht Konrad liegen. Atomgegner wittern eine gezielte Verschleppung. Von Marlies Uken
Um etwa 34 Prozent ist das Ergebnis des Unternehmens im vergangenen Jahr geschrumpft. RWE-Chef Großmann hält den Konzern jedoch auch ohne Kernkraft für zukunftsfähig.
Nicht nur die Atomkraftwerke, auch die Zwischenlager für Atommüll müssen auf ihre Sicherheit überprüft werden. 16 Lager werden dem Stresstest unterzogen.
Japans Regierung hat Pläne für die Bergung der Brennelemente aus der havarierten Anlage Fukushima-Daiichi verkündet. Die Abwicklung der Ruinen wird Jahrzehnte benötigen.
Im Schneckentempo hat sich der Castor-Transport ins Wendland vorgearbeitet. Die letzten 20 Kilometer legt er auf der Straße zurück. Hier planen Aktivisten neue Blockaden.
Tausende Menschen haben in Dannenberg gegen den Castor-Transport demonstriert. Wegen der Proteste und des Wetters ist unklar, wann der Zug sein Ziel erreicht.
Die Proteste der Atomkraftgegner haben zugenommen und werden nach Polizeiangaben gewalttätiger. Mehrmals musste der Atommüll-Transport bereits gestoppt werden.
Ein halbes Jahr nach der Reaktorkatastrophe in Fukushima können psychosoziale Belastungen zu mehr Opfern führen als die Radioaktivität. Eine aktuelle Risikoanalyse
Seit März versuchen Arbeiter die Atomruine zu stabilisieren. Ein lebensgefährlicher Job: Nun wurde eine potenziell tödliche Strahlendosis von zehn Sievert gemessen.
Erst kritisierte der Bundespräsident die Regierung wegen ihres eiligen Atomausstiegs. Er wollte sich Zeit bei der Prüfung nehmen. Nun hat er das Gesetz unterzeichnet.
Die Internationale Atomenergieagentur wirft Japan klare Versäumnisse im Katastrophenschutz von Fukushima vor. Auf einen Tsunami war das Atomkraftwerk nicht vorbereitet.
Der CSU-Chef will sich bei den Atomlaufzeiten an der Ethikkommission orientieren. FDP-Chef Philipp Rösler hingegen warnte vor einem Wettbewerb um das Datum des Ausstiegs.