Eigentlich hatten sich die Länder mit dem Umweltminister auf einen Kompromiss zur Endlagersuche geeinigt, nun schert Schleswig-Holstein aus. Es gebe viele offene Fragen.
Man muss den Atommüll nicht gleich für eine Million Jahre entsorgen. Ein Lager ist im besten Fall ein Angebot an kommende Generationen, kommentiert Frank Drieschner.
Über Jahrzehnte ist der Salzstock Gorleben erkundet und auf seine Tauglichkeit als Atommüll-Endlager geprüft worden. Nun soll die Suche von vorne beginnen.
Bund und Länder könnten sich nach dem Atomausstieg endlich auf ein Endlager einigen. Doch die wichtigste Frage ist ungeklärt: Wer zahlt? Von Marlies Uken
In der Frage um die Atommülllagerung lotet Umweltminister Altmaier die Alternativen zu Gorleben aus. Fünf neue Standorte sollen auf Endlagertauglichkeit geprüft werden.
Deutschland lässt die Atomkraft hinter sich. Nun sollen die Reaktoren rasch verschwinden. Eine Wunschvorstellung, denn ein AKW-Abriss ist extrem aufwendig. Von R. Nestler
Tausende Fässer Atommüll liegen im maroden Lager Asse II in Niedersachsen. Ministerpräsident Stephan Weil kündigt nun eine komplette Räumung an. Doch die ist umstritten.
Neue Probleme in der Atomanlage Hanford. Sechs undichte unterirdische Tanks "beunruhigen" den Gouverneur. Gefahr für Mensch und Umwelt besteht laut Behörden aber nicht.
Niedersachsens SPD hat in weniger als zwei Stunden ohne Gegenstimme für den Koalitionsvertrag gestimmt. Die Grünen brauchten länger, waren dann aber ebenfalls einstimmig.
"Gorleben ist überall", rufen die Atomkraftgegner. Sie ahnen nicht, wie recht sie haben. Frank Drieschner hat die möglichen Standorte für ein Atommüll-Endlager bereist.
Laut einem Schreiben der Regierung gibt es eine Einigung mit der Opposition zur Endlagersuche. SPD-Chef Gabriel soll zugestimmt haben – der widerspricht aber.
Bereitet die Regierung den Export von deutschem Atommüll vor? Umweltschützer sind alarmiert, denn als Empfängerland käme nur Russland infrage. Von Marlies Uken
Merkel muss heute im Gorleben-Ausschuss aussagen. Für die Opposition ist klar: Als Umweltministerin hat sie das Atomlager gegen bessere Alternativen durchgesetzt.
Die Rückholung des Atommülls aus dem Bergwerk Asse entwickle sich zu einer "Mission Impossible", warnt der Chef der Entsorgungskommission. Der Müll solle dort bleiben.
Bloß weg mit dem Atommüll. Doch wohin? Die Entsorgungspolitik ist seit jeher eine Geschichte aus Illusionen, absurden Fantasien und dreisten Lügen. Von Manfred Kriener