Die Reformen zahlen sich aus: Deutsche Unternehmen investieren zunehmend in Portugal, Spanien und Italien, um Geld zu sparen. Für den DIHK ein Warnsignal für Deutschland.
Zyperns Finanzminister hat seinen Rücktritt eingereicht, nachdem das Rettungspaket unter Dach und Fach ist. Nachfolger von Sarris soll der Arbeitsminister werden.
In den 17 Euro-Ländern hat die Arbeitslosenquote zum Jahresauftakt einen Höchststand erreicht. Besonders hoch ist sie weiterhin in Griechenland und Spanien.
Verwandtschaft von Präsident Anastasiades soll einer Zeitung zufolge viel Geld vor Einführung der Zwangsabgabe ins Ausland geschafft haben. Er bestreitet die Vorwürfe.
Der Euro sei heute sicherer als in den vergangenen Jahren, sagt der Finanzminister. Auf Zypern könnten Großanleger 60 Prozent ihres Vermögens und mehr verlieren.
Zyprische Medien haben eine brisante Liste veröffentlicht: Sie enthält Namen von Politikern, die Kredite in Millionenhöhe bekamen – und diese nie zurückzahlen mussten.
Das wirtschaftliche Auseinanderdriften der Euro-Zone geht nach Ansicht der OECD weiter. Die Wirtschaft in Deutschland wächst deutlich stärker als im Rest Europas.
Bei der Rettung Zyperns habe sich die EU wenig solidarisch verhalten, sagt Außenminister Kasoulidis. Sein Land habe vor dem Austritt aus der Euro-Zone gestanden.
Führende Politiker streiten, ob die Zypern-Rettung Schule machen soll, also Sparer beteiligt werden. Deutschland kämpft derweil gegen "ungerechtfertigte Vorwürfe".
Zypern wird gerettet, der Bankrott abgewendet – und doch macht Europa nur das, was es am besten kann: sich selbst schlechtzumachen. Von Matthias Krupa und Mark Schieritz
Die Polizei Zyperns ist in Alarmbereitschaft: Wenn die Banken am Donnerstag wieder öffnen, befürchtet die Regierung, die Bevölkerung könnte die Institute stürmen.
Noch bis Donnerstag bleiben alle Banken in Zypern geschlossen. Das teilte Finanzminister Sarris überraschend in der Nacht mit. Man befürchte einen Ansturm der Kunden.
Ist die Zypern-Einigung in letzter Minute ein Erfolg? Mitnichten, sagt Luxemburgs Finanzminister Luc Frieden, der Fall offenbare das schlechte Krisenmanagement Europas.