Das Leistungsschutzrecht ist verabschiedet. Es stärkt Starke und schwächt Schwache. Und statt um digitalen Wandel ging es wieder nur um Geschäftsmodelle. Von K. Biermann
Auflegen wird teuer: Ab dem 1. April kostet jeder Song, den ein DJ auf seiner Festplatte hat, 13 Cent. Wie die Gema kontrollieren will, wer was abspielt, ist noch unklar.
Statt eines Videos erscheint auf YouTube oft nur der Hinweis auf fehlende Gema-Rechte. "Stimmungsmache" nennt das die Verwertungsgesellschaft und zieht vor Gericht.
Viele YouTube-Videos werden in Deutschland weiterhin gesperrt bleiben: Die Verwertungsgesellschaft Gema erklärte die Verhandlungen mit Google für gescheitert.
Apple möge seine Zensurpolitik überdenken, Facebook den Klarnamenzwang beenden, WhatsApp endlich eine sichere App werden: zehn Wünsche an die Tech-Industrie von P. Beuth.
Professor Lawrence Lessig kämpft für ein einfaches Urheberrecht. Wie er zwischen kommerzieller und privater Nutzung von Inhalten unterscheiden will, sagt er im Interview.
Wer Beethoven aufführen will, hat ein Problem: Viele Aufnahmen und Notenblätter sind geschützt. Das Projekt Musopen spielt Klassik neu ein und schenkt sie allen.
Neustart im Kleinformat: Nach dem Ende der Popkomm trifft sich die Musikbranche beim entspannten "Word on Sound"-Forum. Mancher Vortrag erinnert an ein Hauptseminar.
Die Gema versucht, den Protest gegen ihre geplante Tarifreform mit Zahlen zu entkräften. Die Reformgegner, allen voran die Betreiber von Clubs und Discos, halten dagegen.
Kultur kostet: Der SPD-Bundestagsfraktionschef Frank-Walter Steinmeier und der DJ Paul van Dyk fordern einen Gesellschaftsvertrag zwischen Künstlern und Konsumenten.
Das Leistungsschutzrecht soll Gesetz werden, das Kabinett beschloss einen entsprechenden Entwurf. Allerdings ist Google von diesem vielleicht gar nicht betroffen.
Für drei bis fünf Euro verleiht Google nun Spielfilme im Netz, mit einigen Einschränkungen. Langsam gleichen die sich Content-Plattformen von Google, Amazon und Apple an.
Die Gema hat einen ersten Vertrag auf Basis ihres umstrittenen neuen Abrechnungssystems abgeschlossen. Die Vereinbarung mit dem Bund Deutscher Karneval gilt ab 2013.
Was ist ein Aggregator, warum wird die Gema kritisiert und wie verdienen Künstler am Verkauf von USB-Sticks mit? Begriffe aus der Urheberrechtsdebatte von A bis Z