Schaffen es die USA, den Friedensprozess in Nahost zu reanimieren? US-Außenminister Kerry will dies erreichen. Als Grundlage dient ihm ein elf Jahre alter Kompromiss.
Palästinenserpräsident Abbas zeigt Bereitschaft für direkte Verhandlungen, besteht aber auf Bedingungen. Israel müsse den Siedlungsbau stoppen und Häftlinge freilassen.
Der Tod dreier Palästinenser im Westjordanland empört Tausende, der Ruf nach Rache an Israel wird laut. Die Stimmung auf den Straßen ist explosiv, wie diese Bilder zeigen
Die Regierungen in Ankara und Jerusalem wollen ihre Beziehungen normalisieren. Dafür entschuldigte sich Israel für den Einsatz gegen eine Gaza-Hilfsflotte im Jahr 2010.
Der US-Präsident hat in seiner Rede vor israelischen Jugendlichen für eine Zwei-Staaten-Lösung plädiert. Er kritisierte den Siedlungsbau: Frieden werde so verhindert.
Die künftige israelische Regierung nimmt Gestalt an. Mit dabei ist auch die frühere Außenministerin Livni, die erneut für den Friedensprozess verantwortlich sein soll.
Am Dienstag wird in Israel gewählt. Keine wichtige Partei setzt sich noch für den Nahost-Frieden ein. Und bei den Palästinensern triumphieren die Militanten. Von J. Lau
Bis auf die USA haben alle Sicherheitsratsmitglieder von der israelischen Regierung den Siedlungsstopp verlangt. Aus Israel hieß es, das Land habe jedes Recht zu bauen.
Der umstrittene Bau neuer Wohneinheiten im Westjordanland soll die jüdische Siedlung Ma'ale Adumim mit Jerusalem verbinden. Der Fotograf Sebastian Forkarth war dort.
Die Vereinten Nationen führen Palästina künftig als Staat. Mit großer Mehrheit stimmten die Staaten für die Statusänderung. Für Präsident Abbas eine "Geburtsurkunde".
Die Vereinten Nationen werden die Palästinenser wohl zum Beobachterstaat aufwerten, obwohl die USA dagegen sind und Europa gespalten. Doch der Erfolg birgt auch Gefahren.
22.11.2012,
ZEIT ONLINE Leserartikel, Franziska Rebmann
In Tel Aviv ist die Lage weniger dramatisch, als die Medien sie darstellen, berichtet Leserin Franziska Rebmann. Die meisten Menschen gingen dem alltäglichen Leben nach.
Nach acht Tagen schweigen die Waffen in Nahost. Israel stand kurz vor einem Einmarsch in den Gazastreifen – doch dann sagten die USA dem Land mehr Geld für die Armee zu.
Acht Tage lang waren Bomben gefallen. Nun halten sich Israel und die Hamas bis auf wenige Vorfälle an die Waffenruhe. Im Gazastreifen feierten Tausende die Feuerpause.