Der Bundestag debattiert über Armut und Reichtum – und tauscht altbekannte Positionen aus. Schade, denn in dem wichtigen Thema steckt viel mehr, kommentiert L. Caspari.
Die Opposition macht der Regierung in der Debatte um Armut und Reichtum harte Vorwürfe. Union und FDP wiegeln ab: Rot-Grün betreibe unseriöse Dramatisierung.
Niedriglöhne sind eine Ursache für Altersarmut. Vier Unternehmer erklären, warum sie so wenig zahlen – und was Kunden und der Staat tun könnten, damit sich etwas ändert.
Teilzeitarbeit, Befristung, Mini-Jobs: Der Anteil der Niedriglöhner ist erneut gestiegen. Damit setzt sich nach Ansicht der Experten ein langfristiger Trend fort.
Das Gesetzespaket gegen Altersarmut von Arbeitsministerin von der Leyen hat heftigen Widerspruch ausgelöst. Auch der eigene Koalitionspartner lehnt das Konzept ab.
Jeder vierte Beschäftigte mit Niedriglohn arbeitet einer Studie zufolge 50 Stunden in der Woche oder mehr. Erlaubt sind nur 48 Stunden, das DIW warnt vor den Folgen.
Die Einkommensunterschiede in Deutschland werden stetig größer, vor allem zulasten junger Erwachsener. Zudem gibt es nur für wenige von ihnen Aufstiegschancen.
Sanierer und Liberalisierer haben in der Berliner Politik nicht mehr viel zu melden. Stattdessen wird Geld verteilt. Damit macht es sich die Politik aber zu leicht.
Minijobs werden laut einer Studie schlecht bezahlt und führen fast nie zu einem regulären Arbeitsverhältnis. Forscher nennen die Abschaffung "unvermeidlich".
Die Regeln der Leiharbeit sind strenger geworden. Doch Unternehmen aus dem Handel und der Industrie wissen sie zu umgehen. Von Massimo Bognanni und Johannes Pennekamp