Deutschland hat im internationalen Vergleich eine der höchsten Promotionsquoten, zeigt eine neue Studie. Doch der Forschung nützt das wenig, kommentiert Ferdinand Knauß.
Wenn ein Doktortitel wegen Plagiats aberkannt wird, steht auch die Qualität der Betreuer und Gutachter infrage. Nicht alle Doktorväter haben dieselbe Qualifikation.
Sie ist Deutschlands beste Doktormutter. Im Interview erklärt Simone Winko, warum Doktorkinder als Einzelgänger nicht weit kommen – und wie eine Arbeit glücken kann.
Andreas Rademachers ist FDP-Kommunalpolitiker und schreibt gleichzeitig seine Doktorarbeit. Im Interview sagt er, warum ihn die Plagiatsaffären nicht davon abhalten.
Plagiatsjäger haben Schavan und andere gestürzt. Aber statt Kontrollwahn zu fürchten, sollte die Politik das Bedürfnis nach Transparenz nutzen, findet K. Polke-Majewski.
In einer gemeinsamen Pressekonferenz haben Kanzlerin Angela Merkel und Annette Schavan den Rücktritt der Bildungsministerin mitgeteilt. Ihre Erklärungen im Wortlaut
Viele Firmen stellen promovierte Bewerber aus repräsentativen Gründen ein und lassen sich das viel kosten. Die Plagiatsaffären könnten das ändern. Von Tina Groll
Warum wollen junge Nachwuchswissenschaftler heute promovieren? Vier von ihnen erzählen, was sie antreibt und welche Bedeutung der Doktortitel für sie hat.
Die Bildungsministerin ist nicht zu halten. Nicht weil sie in ihrer Doktorarbeit geschummelt hat, sondern weil sie uneinsichtig bleibt, kommentiert Ludwig Greven.
Annette Schavan hat in ihrer Dissertation nicht korrekt zitiert. So urteilte die Uni Düsseldorf und entzog ihr den Doktorgrad. Schavan will die Entscheidung anfechten.
Doktortitel werden reihenweise aberkannt. Promovieren die Unis zu leichtfertig? Nein, sagt Jurist W. Löwer im Interview. Schuld seien allein die Täuscher.
Ist die Promotion heute weniger wert als früher? Nein, sagt Bildungshistoriker Rüdiger vom Bruch. Im Mittelalter haben Promovenden sogar schlimmer geschummelt als heute.