Ab dem Frühjahr sollen in der EU strengere Regeln für Rating-Agenturen gelten. Sie können für falsche Angaben haftbar gemacht werden und müssen Staaten vorwarnen.
Trotz des Kompromisses im Etatstreit der USA behalten die beiden Branchengrößen S&P und Moody's ihren negativen Ausblick bei. An den Börsen herrschte jedoch Hochstimmung.
Die Rating-Agenturen sollen nach dem Willen der EU transparenter und haftbar gemacht werden. Ihre Noten dürfen nur noch an festgelegten Terminen veröffentlicht werden.
Die chinesische Rating-Agentur Dagong will einen "vollkommen unabhängigen Rating-Dienstleister" aufbauen. Partner sind kleinere Agenturen aus Russland und den USA.
Egal, wie es einem Land wirklich geht: Ab einem gewissen Rating wird die Lage hoffnungslos. Eine Studie zeigt, wie die Rating-Agenturen die Krise verschärfen. Von M. Uken
Auch die Agentur Fitch hat die Kreditwürdigkeit Griechenlands auf den niedrigsten Wert herabgestuft. Der Finanzmarkt wertet den erfolgten Schuldenschnitt als Verlust.
Die Macht der angelsächsischen Rating-Agenturen ist enorm. Nun versucht ein deutscher Pionier, eine unabhängige europäische Agentur aufzubauen. Verdienen soll sie nichts.
Eine neue Studie liefert den Kritikern von Rating-Agenturen neue Argumente: Deren Urteile sagen über die tatsächlichen Kreditausfallrisiken demnach nur wenig aus.
Die Rating-Agenturen sind uneins in der Beurteilung der Kreditwürdigkeit Frankreichs. Anders als die Konkurrenz bewertet Moody's die Bonität des Landes mit AAA.
Der Finanzminister zweifelt am Urteilsvermögen von Standard & Poor's. Bei der jüngsten Herabstufung sieht er die EU-Sparpolitik nicht berücksichtigt. S&P verteidigt sich.
Angesichts der Euro-Krise wollte die EU-Kommission die Regeln für Rating-Agenturen verschärfen. Doch in einem wichtigen Punkt machte sie nun einen Rückzieher.
Den Einschätzungen der Rating-Agenturen wird oft blind vertraut. Jetzt wirft ihnen die US-Börsenaufsicht vor, Fehler bei internen Arbeitsabläufen gemacht zu haben.