Schuld und Selbstvorwürfe als mütterliches Erbe: "Wir sind die Früchte des Zorns" von Sabine Scholl ist das feministische Gegenstück zum traditionellen Familienroman.
Was wäre geschehen, wenn der Erste Weltkrieg nicht stattgefunden hätte? Hannes Steins Roman "Der Komet" ist ein großer, intelligenter Spaß, schreibt Wolf Biermann.
Sozialkritik und Komik wie bei Proust: Albert Cohens "Die Schöne des Herrn" ist einer der großen und vergnüglichen Romane des 20. Jahrhunderts, schreibt A. Isenschmid.
Nein, die Welt ist kein guter Ort: Die Französin Max Monnehay erzählt in ihrem Roman "Dorf der Idioten" von einer schrägen Utopie des Glücks. Von Dana Buchzik
Erstmals seit 1841 ohne Kürzungen neu übersetzt: James Fenimore Coopers Roman "Der letzte Mohikaner" enthält fragwürdige Diskurse mit fragwürdig gewordenen Begriffen.
Die Regisseurin Nina Grosse stellt mit ihrem Film "Das Wochenende" die Frage nach dem Erbe der RAF heute. Ihr Blick ist dabei mitleidloser als in der Romanvorlage.
Vor 50 Jahren erschien der Weltbestseller von John le Carré, "Der Spion, der aus der Kälte kam". Der ehemalige Agent erzählt, warum das Buch sein Leben verändert hat.
In Annika Scheffels neuem Roman muss ein kleines Dorf einem Staudamm weichen. Doch "Bevor alles verschwindet" ist keine Kapitalismuskritik, sondern ein modernes Märchen.
Mit "Wölfe" und "Falken" gewann Hilary Mantel gleich zweimal den Booker-Preis. Ihre Romane schildern aus der mitreißenden Sicht Thomas Cromwells die Zeit der Tudors.