"Eine Wohnung, ein Beitrag" heißt die neue Gebührenformel. Damit geraten die öffentlich-rechtlichen Sender unter Druck: Wozu brauchen sie jährlich 7,5 Milliarden Euro?
Ab dem 1. Januar müssen alle Rundfunkbeitrag zahlen. Die Gebühreneintreiber werden dann überflüssig. Zuschauer und Unternehmen wehren sich. Von Alina Fichter
Der Rundfunkbeitrag greift weniger in die Privatsphäre der Zuschauer ein als bisherige GEZ-Kontrollbesuche, sagt Hermann Eicher. Er hat die neue Zwangsabgabe erfunden.
Bisher wird die Rundfunkgebühr für ARD und ZDF pro Gerät fällig. Jetzt soll daraus wohl eine Zahlung pro Haushalt werden. Dafür gibt es gute Gründe. Von Anna Marohn
Wer in Nordrhein-Westfalen einen Rechner mit Internetzugang besitzt wird zur Kasse gebeten. Die Rundfunkgebühren seien laut Gericht mit dem Grundgesetz vereinbar.
Der politische Einfluss ist immens, die Talkshows sind lammfromm, kritische Politikmagazine fehlen. Der ORF wird den Kommerzsendern zum Verwechseln ähnlich. Zeigt doch mehr Mut und Unabhängigkeit! Ein Appell
Der Bayerische Rundfunk wird sich wohl bald über einen verlorenen Prozeß freuen dürfen. Und mit ihm ARD und ZDF. In diese merkwürdige Situation bringen ihn ausgerechnet dreizehn erboste Kabelgroschen-Zahler, die nicht einsehen, daß sie per Gebühr für die Öffentlich-Rechtlichen den Privatfunk aufbauen helfen müssen.
Der gegenwärtige Streit um die Rundfunkgebühren scheint müßig wie selten einer. Denn die Gründe für das, was Ende 1988 – und darum geht es – zu geschehen hat, werden noch so häufig wechseln, daß die heutigen wenig zählen.