Kürzlich enthüllten internationale Medien Daten zu Steuersündern. Die lagen amerikanischen, australischen und britischen Behörden jedoch seit Langem vor.
Die USA, Großbritannien und Australien wollen liefern: 400 Gigabyte an Dokumenten über Steuerflüchtlinge soll der deutsche Finanzminister zur Auswertung bekommen.
In einem unauffälligen Flachdachbau haben 200.000 Unternehmen ihren Sitz. Das kleine Delaware ist Amerikas beliebtestes Steuerparadies. Von Thorsten Schröder, Wilmington
Der Druck auf Rückzugsgebiete für Steuerbetrüger wächst: Großbritannien zwingt seine Überseegebiete wie die Jungferninseln zur Offenlegung von Kontodaten.
Uli Hoeneß hat sich erstmals zu seiner Steueraffäre geäußert. Sein Schweizer Konto sei ein großer Fehler gewesen, den er mit seiner Selbstanzeige wiedergutmachen will.
In den Hohn über entzauberte Stars mischt sich maßlose Enttäuschung: Selbst vermeintliche Idole wie der FC Bayern-Chef sind nicht besser als wir. Von Ludwig Greven
Der Bayern-Chef muss sich die Debatte um Steuerhinterziehung gefallen lassen, findet L. Caspari. Urteile sollten Gerichte fällen, nicht Medien, mahnt K. Polke-Majewski.
Er soll Millionen in der Schweiz vor dem Finanzamt versteckt haben. Stimmt das, wird Uli Hoeneß den FC Bayern nicht so führen können wie bisher, kommentiert O. Fritsch.
Hätte die Regierung ihr Steuerabkommen mit der Schweiz durchgezogen, würden Hinterzieher nie entlarvt, sagt die SPD. Und fordert: Es darf keinen Prominenten-Bonus geben.
Die Deutsche Bank hat erneut Ärger mit US-Behörden. Weil sie ihren Kunden illegale Steuersparmodelle verkaufte, fordern diese jetzt ein Gerichtsverfahren. Von H. Buchter
An Finanzplätzen entstehen automatisch auch Produkte, die Steuervermeidung ermöglichen, sagt Frankfurts Stadtkämmerer Uwe Becker. Doch er wehrt sich gegen Sippenhaft.
Lange Zeit war die Steueroase etwas Gutes. Wer dort nicht sein Geld hatte, war ein Depp. Jetzt ist Steueroase ein Schimpfwort. Was sagt das über uns? Von Kai Biermann