Die Zahl der Flugzeuge sinkt, auch die Zahl der Mitarbeiter: Deutschlands zweitgrößte Airline schrumpft. Jetzt ist sie auch noch überschuldet. Von Kevin P. Hoffmann
Die Gewerkschaft ver.di will die Arbeitsabläufe empfindlich stören: Die Angestellten wollen den ganzen Tag streiken, Kunden müssen mit verspäteten Zustellungen rechnen.
Im größten Logistikzentrum des Versandhändlers haben 97,6 Prozent der Mitarbeiter in einer Urwahl für Streik votiert. Sie fordern eine höhere Bezahlung nach Tarifvertrag.
Bisher hat sich Amazon gegen einen Tarifvertrag für seine Mitarbeiter gewehrt. Jetzt droht dem Versandhändler ein Streik in seinem größten deutschen Logistikzentrum.
Warnstreik bei der Deutschen Post: Im Tarifstreit haben Briefträger und Sortierer ihre Arbeit niedergelegt. Millionen Briefe und Pakete kommen deshalb verspätet an.
Alle Gesamtschulen sind lahmgelegt, weil Arbeitgeber längeren und flexibleren Unterricht fordern. Die Folge: Lehrer demonstrieren, Eltern suchen Betreuungsmöglichkeiten.
Hunderte Flüge sind gestrichen, die Check-In-Schalter verwaist – das Bodenpersonal hat Deutschlands größte Airline lahmgelegt. Nur Interkontinentalflieger sollen abheben.
Um den Druck in den Tarifverhandlungen zu erhöhen, hat die Gewerkschaft ver.di neue Streiks angekündigt. Verschont werden wohl nur Interkontinentalflüge.
Angestellte der Deutschen Bahn haben am Morgen die Arbeit niedergelegt. Dadurch kam es bundesweit zu Verspätungen. Die Bahn rechnet mit weiteren Behinderungen.
Um Druck auf die Arbeitgeber zu machen, haben die Fluggastkontrolleure in NRW erneut die Arbeit niedergelegt. Für die Passagiere heißt das: Flugausfälle und Wartezeiten.
Zum Wochenstart wird der Rhein-Ruhr-Airport erneut bestreikt. Das Düsseldorfer Sicherheitspersonal soll die Arbeit ganztägig ruhen lassen, um "maximalen Druck" auszuüben.
"Schluss mit lustig", drohen die Gewerkschaften im Öffentlichen Dienst. Sie verlangen von den Arbeitgebern ein konkretes Lohnangebot. Sonst wollen sie streiken.