Der Kompromiss zur Wahlrechtsreform kostet laut Steuerzahlerbund 60 Millionen Euro. Wahlrechtsexperten sind skeptisch und warnen vor einem aufgeblähten Parlament.
Die Fraktionen im Bundestag haben sich auf ein neues Wahlrecht geeinigt. Die nächste Wahl kann also verfassungskonform ablaufen. Streit gibt es noch um den Wahltermin.
Die Zeit drängt, doch die nötige Neugestaltung des Wahlrechts ist kompliziert. Nun kommt die Debatte voran: Die Union erwägt eine Erhöhung der Listenmandate. Von A. Funk
Der Regierung Carstensen droht erneut ein vorzeitiges Ende: Das Landesverfassungsgericht entscheidet am Montag, ob der Landtag verfassungsgemäß ist. Von Dieter Hanisch
Das vorläufige amtliche Endergebnis liegt vor. Mit Erststimmen kommt Schwarz-Gelb auf 332 Mandate und sichert sich so eine deutliche Mehrheit im Bundestag.
Verfassungswidrig und unanständig: SPD und Grüne sind sauer auf Kanzlerin Merkel. Die CDU-Chefin will nämlich notfalls mit Überhangmandaten weiter regieren.
Bei der Bundestagswahl begünstigen die zu erwartenden Überhangmandate einen Wahlsieg von Schwarz-Gelb. Doch der wäre "unanständig", finden Grüne und SPD schon jetzt.
Der Bundestag hat einen Vorstoß der Grünen abgelehnt, das Wahlrecht grundgesetzkonform zu machen. Damit wird ein zweifelhafter Mandatsvorsprung der Union wahrscheinlich
Wohl wahr: Ginge es allein um die Zweitstimmen, die am 16. Oktober für die Parteien abgegeben wurden, so schrumpfte der Abstand zwischen den Regierungspartnern und den Oppositionsparteien im Bundestag auf zwei Mandate.