Die Ablehnung schärferer Waffengesetze im Senat zeigt: Politiker in Washington beugen sich der Waffenlobby und ignorieren den Volkswillen. Von M. Klingst, Washington
Schwerer Rückschlag für US-Präsident Barack Obama: Der Senat hat gegen ein verschärftes Waffengesetz gestimmt. Auch demokratische Senatoren votierten dagegen.
Die Gesetzesvorlage der US-Demokraten für ein strengeres Waffengesetz wird kein Verbot von Schnellfeuerwaffen enthalten. Etliche Abgeordnete sind gegen einen Bann.
Seit der Tragödie von Newtown debattiert Amerika über ein strengeres Waffenrecht. Paradoxe Folge: Die Waffenhändler machen Rekordumsätze. Von Thorsten Schröder, New York
David Keene führt die amerikanische Waffenlobby NRA. Er ist Barack Obamas hartnäckigster Gegner im Kampf um schärfere Gesetze. Martin Klingst hat ihn getroffen.
Biden hat in einem Interview die Vorteile einer Flinte im Haus erläutert. Ausgerechnet Obamas Vize, der Mittel und Wege zur Eindämmung der Waffengewalt finden soll.
Der US-Präsident will das Waffenrecht verschärfen: Sturmgewehre sollen verboten und alle Waffenkäufer überprüft werden. Den Kongress muss Obama noch überzeugen.
Tausende Anwälte verlangen in einer Petition die Ausweisung eines britischen Journalisten. Der hatte in einer TV-Debatte einen US-Waffenlobbyisten angegriffen.
Der US-Präsident plant, bereits im Januar Vorschläge zu einer Reform des Waffenrechts vorzulegen. Das verfassungsmäßige Recht auf eine Waffe will er nicht streichen.
Über 700 Bürgermeister haben eine Koalition gegen den Waffenwahn gebildet. Wird es eine Konsequenz aus den Kindermorden geben? Es ist vorstellbar, schreibt Andrea Böhm.
Präsident Obama will sich zu einer Änderung des Waffenrechts erst in ein paar Wochen äußern. Die demokratische Senatorin Feinstein dagegen legt schon konkrete Pläne vor.
Nach jedem Amoklauf diskutiert das Land über schärfere Waffengesetze. Dieses Mal aber scheint ein Kompromiss nicht ausgeschlossen. So könnte er aussehen. Von Lars Halter