Jürgen Grässlin hat unzählige Waffenexportskandale aufgedeckt. In seinem "Schwarzbuch Waffenhandel" klagt er deutsche Politiker an. Von Hauke Friederichs
Militärisch ist Europa im pazifischen Raum unbedeutend. Dadurch wird es zum idealen Vermittler im Rüstungswettlauf, kommentiert der Politikwissenschaftler Th. Speckmann.
Israel, Saudi-Arabien und die Arabischen Emirate bekommen Waffen im Wert von rund zehn Milliarden Dollar. Damit wollen die USA ihre Partner gegen den Iran absichern.
Die Umsetzung des UN-Vertrags über den globalen Waffenhandel wird Jahre dauern, und er lässt den Unterzeichnern Schlupflöcher. Ein Erfolg ist er trotzdem. Von C. Luther
Der Protest richtet sich gegen Panzer für die Saudis, "Killerdrohnen" für die Bundeswehr und der Krieg in Syrien. An den Märschen nahmen weniger Menschen teil als früher.
Trotz der Krise kann sich die Linke nicht als Alternative profilieren. Ihr Finanzexperte Axel Troost sagt nun, die Euro-Rettungspakete beruhten auf falschen Annahmen.
Deutschland ist gegen Interventionen, will aber Waffen verkaufen, es kritisiert nicht gern Diktaturen und lässt Afghanistan im Stich. Über die verlogene neue Außenpolitik
Erstmals ist China auf die Liste der fünf größten Rüstungsexporteure der Welt gerückt. Die Verkaufsschlager ähneln verdächtig westlichen Vorbildern. Von H. Friederichs
Der Bundespräsident verlangt mehr Einblick der Bürger in Rüstungsexporte – vor allem, wenn die Waffen an Diktaturen gehen. Nur in seltenen Fällen sei Geheimhaltung nötig.
Mit Kritik an der Bundesregierung beginnt Selmin Çalışkan ihre Arbeit bei Amnesty International. Sie beklagt Kontrolldefizite und Intransparenz bei Waffenexporten.
Erst "ethisch neutrale" Drohnen, jetzt gierige Soldaten: Verteidigungsminister Thomas de Maiziere verstrickt sich in Fehler. Kein Wunder: Er steht auf verlorenem Posten.
Die Rüstungsindustrie verkauft mehr Waffen in die Golfregion. 2012 genehmigte die Regierung Exporte im Wert von 1,4 Milliarden Euro. Größter Abnehmer ist Saudi-Arabien.
Ein neues Rüstungsgeschäft mit Saudi-Arabien bringt die Opposition in Rage: Der Bundessicherheitsrat hat der Lieferung von Grenzschutzbooten an Saudi-Arabien zugestimmt.
Wo unterscheiden sich die beiden Volksparteien eigentlich noch?, fragen Kritiker. Zum Beispiel bei den Rüstungsexporten, sagt die SPD. Und will vieles anders machen.