Die Umsetzung des UN-Vertrags über den globalen Waffenhandel wird Jahre dauern, und er lässt den Unterzeichnern Schlupflöcher. Ein Erfolg ist er trotzdem. Von C. Luther
Von der Pistole bis zum Schlachtschiff soll der neue UN-Vertrag alle Waffen einer stärkeren Kontrolle unterwerfen. Nur drei Staaten lehnten das Abkommen ab.
Auch ein überarbeiteter Entwurfstext zur Neuregelung des Waffenhandels hat die drei Länder nicht zufriedengestellt. Sie klagen über Ignoranz der Verhandlungspartner.
Die USA sind laut US-Medien stärker als bekannt in den syrischen Bürgerkrieg involviert. Mithilfe der CIA seien die Waffenlieferungen an die Rebellen deutlich gestiegen.
Iranische Flugzeuge mit Waffen für Syrien können nach US-Angaben unbehelligt über den Irak fliegen. So werde dem Assad-Regime geholfen, sagte US-Außenminister Kerry.
Die Republikaner tun alles, um strengere Waffengesetze zu verhindern. Steve Kozachik, Stadtrat aus Tucson, rechnet öffentlich mit seiner Expartei ab. Von Eva Schweitzer
Die Gesetzesvorlage der US-Demokraten für ein strengeres Waffengesetz wird kein Verbot von Schnellfeuerwaffen enthalten. Etliche Abgeordnete sind gegen einen Bann.
Soll die syrische Opposition mit Waffen aus Europa aufgerüstet werden? Merkel zeigt sich auf dem EU-Gipfel skeptisch, Hollande will notfalls im Alleingang liefern.
Dieses Geschäft sollte Russland zum zweitgrößten Waffenlieferanten des Iraks machen. Nun hat es die irakische Regierung gestoppt – die USA dürften zufrieden sein.
Die kalabrische 'Ndrangheta-Mafia dringt auch nach Deutschland vor, sagt Experte Francesco Forgione. Im Gegensatz zur Cosa Nostra versucht sie unauffällig zu bleiben.
Die Jury ehrt den Kampf für Menschenrechte in Afghanistan und zeichnet die Ärztin Sima Samar aus. Weitere Preise gingen in die USA, die Türkei und nach Großbritannien.
Die Staaten rund um den Persischen Golf gehörten 2011 zu den Hauptabnehmern von US-Waffenlieferungen. Die Angst vor einem Iran-Konflikt treibt die Käufe auf Rekordhöhe.
Der Waffenhandel braucht Kontrolle. Doch was die UN-Konferenz in New York als Abkommen dazu erarbeitet hat, hätte die Lage noch verschlimmert. Von Michael Schmidt
Der kommende große Waffenproduzent und -exporteur ist China. Mit zweifelhaften Kunden hat es kein Problem, wichtig sind vor allem Rohstoffe und strategischer Einfluss.
Ob illegaler Waffenhandel oder Steuerhinterziehung – Ökonomen stöbern immer häufiger Missetäter auf. Die forensische Ökonomie ist ein boomender Forschungszweig.