"Petrophaga lorioti" frisst Beton und Ziegel und brachte die Mauer zu Fall. Eine Hommage an die Steinlaus zum Todestag Vicco von Bülows und zum Abschied unserer Serie.
Der Hase ist ein Kulturfolger, den die Kultur verfolgt. Ob als Harvey, Bugs Bunny oder Playboy-Bunny – in der Welt der Menschen muss er für vieles herhalten. Von L. Waitz
Auf der Straße blickt man verächtlich auf die ekligen Tauben. Hochgezüchtete Arten werden auf Hochzeiten als Kitschobjekt missbraucht. Zeit umzudenken, meint D. Lüdemann.
Maden sind weder schlau noch schön. Als weiche Hautsäcke kriechen sie ins Leben. Für Kriminalbiologen sind sie Märtyrer im Dienste der Toten. Von Fritz Habekuß
Schon Alexander von Humboldt bereitete es schlaflose Nächte: Das Nabelschwein versprüht moschusartigen Duft und unwiderstehlichen Charme. Leider auch als Handschuh.
Weil es nur einen Höcker hat, wird das Dromedar diskriminiert. Dass es darin Wasser speichert, ist Quatsch, genau wie viele andere Vorurteile. Aber da spuckt es drauf.
Müssten Hausschweine zum Amt, wüssten sie, wann sie dran sind. Und Geräte bedienen können sie auch. Eine Hommage an das verkannte Borstenvieh. Von Claudia Füßler
Sie sieht zwar teilnahmslos aus, doch die Schleiereule detektiert leiseste Geräusche. Wie eine Satellitenschüssel auf Dauerempfang spioniert sie in den Wald hinein.
Ironie des Fisch-Schicksals: Der Granatbarsch ist eine Delikatesse, weil er nicht nach Fisch schmeckt. Und er ist bedroht, weil er so lange zur Fortpflanzung braucht.
Der Pistolenkrebs ist das lauteste Tier der Welt. Er knallt Beutetiere um und duelliert sich mit Konkurrenten. Und dabei ist er eigentlich recht sozial. Von S. Reinberger
Im Dunkeln leuchten, Feinde vergiften und rehgroße Beute verschlingen. Irgendetwas Besonderes kann jeder Tausendfüßer – nur nicht Wasser speichern. Von Claudia Füßler
Der Schwalbenschwanz ist ein wählerischer Schmetterling. Die Weibchen trampeln auf Blättern herum, um die beste Nahrung für den Nachwuchs zu degustieren. Von U. Gebhardt
In der Schale der Islandmuschel steckt womöglich das Geheimnis ewiger Jugend. Klimaforscher lieben sie. Die Muschel selbst fristet ein ödes Dasein. Von Fritz Habekuß
Der Schlammspringer ist schon ein merkwürdiger Fisch: Er ist lieber an Land als im Wasser und kann sogar ertrinken. Aber er hat den Panoramablick! Von Stefanie Reinberger