Shanghai (SID) - Der Weltverband FINA wird bei der Schwimm-WM in Shanghai "eine bedeutende Anzahl" von Bluttests durchführen, will die Dopingkontrollen aber erst nach Abschluss der Wettbewerbe beziffern. Das erklärte FINA-Generaldirektor Cornel Marculescu am Samstag in Shanghai. "Die Bluttests sollen auf EPO und Wachstumshormone sein, sie werden nach WADA-Standard durchgeführt und im WADA-Labor in Peking analysiert", sagte der Rumäne weiter.

In Shanghai werden erstmals seit 2005 wieder bei einer WM Blutproben genommen. Bei den Weltmeisterschaften 2007 und 2009 war nur Urin getestet worden. Diese Praxis hatte die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) auf den Plan gerufen. Bei den Wettbewerben in Shanghai wählt die Anti-Doping-Kommission der FINA die Athleten aus, die zum Bluttest müssen.

"Ich hoffe, wir finden nichts. Denn wir haben einen sauberen Sport", sagte Marculescu. Mit den Tests in Shanghai will der Weltverband den sogenannten biologischen Pass für die Schwimmer einführen. "Dies ist der erste Schritt", erklärte Marculescu und verwies auf die Kosten: "Für 20 Schwimmer kostet es 150.000 Dollar."