Dallas (SID) - Deutschlands Basketballstar Dirk Nowitzki schließt vor dem Hintergrund gravierender finanzieller Probleme in der nordamerikanischen Profiliga NBA einen Streik nicht aus. "Es wird im kommenden Jahr etwas passieren. Die Gehälter werden gekürzt. Mal schauen, ob die Spieler bestreikt werden", sagte der Würzburger am Montagnachmittag in einer Telefonkonferenz. Nowitzki geht am Mittwoch in seine 13. Saison für die Dallas Mavericks.

Die Vereine rechnen in der am Dienstag beginnenden Saison mit Verlusten in Höhe von 350 Millionen Dollar. NBA-Boss David Stern will deshalb bei einem Krisengipfel mit der Spielergewerkschaft an einem Sparplan basteln. Als mögliche Maßnahme wird auch eine Reduzierung der Ligastärke erwogen. Derzeit besteht die NBA aus 30 Teams.

Spielerkosten sollen um 700 Millionen Dollar sinken

Man müsse sich, so Stern, mit Spielern, Teams und den Städten an einen Tisch setzen und nach Lösungen suchen. Wichtig sei vor allem, dass die Teams künftig wirtschaftlich profitabel arbeiten. Stern sieht die Liga "offen für Einsparungen" und möchte die Spielerkosten um gleich 700 Millionen Dollar (500 Millionen Euro) drücken.

"Die Zuschauerzahlen in den Hallen sind zurückgegangen", sagte Dirk Nowitzki und riet zur Vernunft: "Jeder muss sich der Finanzlage anpassen. Wir Spieler müssen auf alles gefasst sein." Möglicherweise geht es dabei auch dem "German Wunderkind" an den Geldbeutel. Dabei hatte der 32-Jährige unlängst seinen Vertrag bei den Mavericks um vier Jahre verlängert. Sein Gehalt soll bei 20 Millionen Dollar liegen."

Erinnerungen an Lockout 98/99

Einen sogenannten Lockout hat es in der NBA bereits in der Saison 1998/99 gegeben. Damals startete die Spielzeit erst im Februar 1999 und umfasste nur noch 50 anstelle der üblichen 82 Begegnungen pro Team.