Fußball-WM 2010 FIFA mit Schiedsrichtern zufrieden

Pretoria (SID) - Weltverband FIFA stärkt seinen WM-Schiedsrichtern trotz der zahlreichen Fehlentscheidungen weiter den Rücken, Deutschlands Lichtgestalt Franz Beckenbauer ist dagegen nur noch fassungslos. "Warum kriegt man das nicht hin? Früher hat man das Schiedsrichter-Gespann von allen Erdteilen zusammengestellt. Jetzt hat man Teams aus einem Land und trotzdem funktionierts nicht", sagte Beckenbauer, Mitglied des FIFA-Exekutivkomitees.

Sky-Experte Beckenbauer plädierte deshalb einmal mehr für die Einführung von zwei weiteren Torrichtern. "Ich könnte mir - die UEFA hat's ja in der Europa League getestet - das mit dem zusätzlichen Schiedsrichter oder Assistenten neben dem Tor vorstellen", sagte Beckenbauer, der betonte, dass das fragwürdige Tor des Brasilianers Luis Fabiano gegen die Elfenbeinküste nach zweimaligem Handspiel dann wohl niemals anerkannt worden wäre.

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Die FIFA sieht das jedoch erwartungsgemäß ganz anders. "Grundsätzlich sind wir sehr zufrieden mit den Leistungen. Fehler sind nur menschlich", sagte Schiedsrichter-Kommissions-Chef Jose Maria Garcia-Aranda am Montag: "Wir haben exzellente Vorstellungen gesehen. Mit Blick auf Entscheidungen, die wir für nicht gut genug halten, versuchen wir uns aber auch zu verbessern."

Neuseelands Kapitän lästert

Einzelne Entscheidungen wollte der Spanier nicht kommentieren. "Wenn ein Superstar den Ball weit über das Tor oder in Richtung Eckfahne schießt, stellt auch niemand gleich die Glaubwürdigkeit des ganzen Spiels in Frage", sagte Garcia-Aranda.

Am Montag setzte sich der Ärger über die WM-Schiedsrichter weiter fort. Bei der 0:1-Niederlage der Schweiz gegen Chile zeigte Khalil Al Ghamdi aus Saudi-Arabien neun Gelbe und eine Rote Karte wegen einer vermeintlichen Tätlichkeit des Eidgenossen Valon Behrami - bei der WM in Südafrika ein neuer Rekord. "Die Rote Karte war aus meiner Sicht keine. Das war nicht mal eine Gelbe. Ich finde, dass bei einer WM nur die besten Schiedsrichter pfeifen sollten, die auch sonst in den großen Ligen pfeifen - und nicht irgendwo am Strand", sagte Schweiz-Coach Ottmar Hitzfeld.

Dass tatsächlich die besten Referees der Welt bei der WM in Südafrika pfeifen, hält unter anderem Neuseelands Mannschaftskapitän Ryan Nelsen für einen schlechten Witz. "Wenn das die besten Schiedsrichter sind, die die FIFA zu bieten hat, will ich die schlechtesten nicht sehen", sagte Nelsen.

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