Fußball-WM 2010 "Umgekehrtes" Wembley-Tor erschüttert Three LionsSeite 2/2

Damit begannen schon am Sonntagabend die heftigen Diskussionen um den von der FIFA bislang verweigerten Einsatz technischer Hilfsmittel oder die Unterstützung der Referees durch zwei Torrichter. Diese Variante wird von der Europäischen Fußball-Union (UEFA) forciert. In der kommenden Saison werden zwei zusätzliche Torrichter in der Champions League und in der Europa League sowie in den Spielen der EM-Qualifikation von der UEFA eingesetzt.

"Ich verstehe nicht, warum wir in unserer heutigen Zeit mit so viel Technologie noch über solche Dinge reden müssen. Wir haben Fehler gemacht, aber der Schiedsrichter hat einen noch größeren gemacht", meinte auch Englands Teammanager Fabio Capello. Der neue türkische Nationaltrainer Guus Hiddink forderte: "Ich appelliere an Platini, Beckenbauer oder Cruyff, endlich Druck auszuüben. TV-Bilder, also elektronische Mittel, müssen eingesetzt werden. Es geht um viel zu viel bei solchen Spielen."

Seeler wird sich ins Fäustchen gelacht haben

Am 30. Juli 1966 hatte Geoff Hurst im WM-Finale von Wembley in der Verlängerung das 3:2 für die Three Lions erzielt (101.). Über die Szene haben sich ganze Generationen von Fußball-Fans die Köpfe heißgeredet. Hurst überwand Torhüter Hans Tilkowski aus kurzer Distanz, der Ball prallte von der Latte auf den Rasen und wurde vom Kölner Verteidiger Wolfgang Weber über die Latte ins Toraus geköpft.

Der Schweizer Schiedsrichter Gottfried Dienst entschied nach Rücksprache mit dem sowjetischen Linienrichter Tofik Bachramow auf Tor. Ganz im Gegensatz zu Larrionda, der das Fußball-Mutterland mit seiner Entscheidung in ein Tal der Tränen stürzte. Uwe Seeler wird sich dagegen ins Fäustchen gelacht haben.

 
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  • Quelle sid
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