WM 2010 Stadien bescheren Südafrika ersten ErfolgSeite 2/2
Großen Anteil am hochgelobten Stadienbau hatten deutsche Firmen, die bereits bei der WM 2006 in Deutschland Kontakte zu südafrikanischen Auftraggebern geknüpft hatten. Das Architekturbüro Gerkan, Marg und Partner (gmp) plante und errichtete die Stadien in Durban, Kapstadt und Port Elizabeth für ein Auftragsvolumen von 400 Millionen Euro.
Geprägt waren die Bauarbeiten von regelmäßigen Streiks der Arbeiter. Im Juli 2009 legte ein landesweiter Ausstand die Arbeiten mehrere Tage lahm. Die Gewerkschaft NUM konnte einen Lohnanstieg von zehn Prozent durchsetzen. Doch die Lage blieb angespannt. Noch vier Wochen vor dem WM-Start legten Hafenarbeiter und Eisenbahner die Arbeit erneut nieder.
Die Wut der Arbeiter ist verständlich. Der niedrigste Stundenlohn am Bau beträgt 15,68 Rand (rund 1,50 Euro). "Das ist immer noch viel zu wenig", sagt Issac Ntshangasi, Koordinator der NUM in Johannesburg. Die Arbeiter können sich und ihre Familien von dem Geld kaum ernähren.
Große Skepsis herrscht noch in Bezug auf die nachhaltige Nutzung der Arenen. "Wir hoffen, dass es keine Weißen Elefanten gibt", sagte DFB-Schatzmeister und Südafrikas WM-Berater Horst R. Schmidt mit Blick auf die nach den beiden vergangenen EM-Turnieren regelrecht verwaisten Stadien in Portugal oder Österreich.
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- Datum 03.06.2010 - 13:07 Uhr
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- Quelle sid
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